Wenn das stimmt müssten jetzt einige in dem Amt sicher befürchten, wegen Beihilfe zum "Abhören" angezeigt zu werden :eek::what:
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Wenn das stimmt müssten jetzt einige in dem Amt sicher befürchten, wegen Beihilfe zum "Abhören" angezeigt zu werden :eek::what:
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Das ist auch eine etwas verkürzte und einseitige Darstellung, von der Einstellung der Ermittlungen kann zum Beispiel keine Rede sein.
Insbesondere sagen etwaige Fehler im Verfahren nichts über die Vorwürfe an sich aus und bedeuten auch nicht zwingend, dass die so gewonnen Beweise nicht verwendet werden dürfen. Letztlich geht es um die Frage, ob "Gefahr im Verzug" vorlag und somit die Staatsanwaltschaft die Durchsuchung anordnen durfte oder ob dies einem Richter vorbehalten blieb. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht beurteilen dies offensichtlich unterschiedlich, das soll vorkommen. Allerdings sagt die Sprecherin des Amtsgerichtes auch, dass am Freitag Zeit und Möglichkeit gewesen wäre, den Beschluss vom Amtsgericht zu erwirken - welchen Unterschied macht das jetzt genau für den albernen Umgang der Feuerwehr mit der ganzen Affäre?
Warten wir einfach mal ab, was nach all dem üblichen juristischen Hin und Her am Ende als Ergebnis steht.
Und hat laut Medienberichten wiederholt versucht, eine interne Lösung - sprich Untersagung des Betriebs - herbeizuführen. Seltsamerweise hat man sich von Seiten der betroffenen Feuerwehrleute dann ja wohl nicht daran gehalten, wenn die Software nach über einem Jahr immer noch in Betrieb war?Auch wusste wohl das Amt seit einem Jahr von diesem ominösen computer.
Hallo,
interessant wäre jetztallerdings, ob mit der, nach der Entscheidung des Amtsgerichts unrechtmäßigen Durchsuchung, auch die Beschlagnehme der PC unzulässig war. Wäre das der Fall dürften Staatsanwaltschaft und Polizei die Daten darauf nicht weiter auswerten und müßten die Geräte ihren Besitzern wieder aushändigen.
In Deutschland sind die Regeln zur Beweisführung zwar nicht so strikt, wie in den USA, aber auch hier können Beweismittel, die unrechtmäßig erhoben wurden, im Verfahren ausgeschlossen werden.
Ich finde hier auch das Vorgehen von Stadt und Staatsanwaltschaft mehr als peinlich. Wenn doch die vorgeworfenenen Verstöße lange bekannt waren, dann muss man auch den Richtervorbehalt zur Durchsuchung abwarten können. Das das Gericht unter dem vor genannten Gesichtspunkt denen die Begründung "Gefahr im Verzug" um die Ohren haut, war doch zu erwarten.
Der Krimi klingt meiner Ansicht nach eh nach Kleinkrieg zwischen Stadt und Feuerwehr, wo beide nicht gut dabei aussehen.
Bis dann
Dominic
Du bringst es auf den Punkt.
Meiner Meinung nach ist die Behauptung der 'Weitergabe an die Presse' nur vorgeschoben. (Wenn in HRO unverschlüsselt per DME alarmiert wird, dann können das die Pressefuzzis auch selbst ohne großen Aufwand auswerten.)
Was bleibt, ist vermutlich ein PC auf der Feuerwache, der die POCSAG Meldungen ausgewertet und angezeigt hat. Wenn das nur in den Räumen der Feuerwehr geschah, eigentlich keine große Sache und sicherlich bei vielen Feuerwehren in Deutschlang Gang und Gäbe. Aber nicht nur nicht erlaubt, sondern sogar verboten. Die Stadt hat Kenntnis davon bekommen und hat sich entschieden diese Tätigkeiten nicht zu dulden. Gut so.
Das traurige ist jedoch, dass es die Stadt nicht schafft mit den ihr direkt zur Verfügung stehenden Mitteln (Dienstanweisung, wenn das nicht hilft disziplinarische Maßnahmen gegen die Verantwortlichen, usw.) das Treiben zu unterbinden.
Stattdessen wird Anzeige erstattet und somit die großen Geschütze aufgefahren. Dass das zumindest PR-technisch nach hinten losgeht müsste den Initiatoren vorher klar gewesen sein.
Noch trauriger wäre nur, wenn die Stadt garnicht erst versucht hätte, das 'Auswerten' zu unterbinden sondern direkt Anzeige erstattet hätte. Aber soviel Dummheit möchte ich niemandem unterstellen.
Auf jeden Fall: Wenn die Beteiligten bewusst solche Schlagzeilen riskiert haben, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Kommunikation zwischen Stadt und Feuerwehr bzw. zwischen den FW Führungsebenen schon lange nicht mehr richtig funktioniert. (Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich sagen, dass Rostock da leider kein Einzelfall ist.)
Grüße,
ahk
Hallo Brause!
Wenn dem so ist, dann ist Ermittelung und Beweissicherung angemessen des exakten und glaubwürdigen Verstoßes zu führen.
Ich (und bestimmt auch einige Entscheidungsträger der BOS) habe z.B. nichts dagegen wenn permanent besetze und einsatzbereite Wachen sich solche Informationen z.B. über Scanner+Pocsag-Software besorgen.
Der angestrebte Zweck sowie der Umgang mit den Daten dürfte dort das wichtigste sein!
Denn: Der historisch gewachsene BOS-Funk mit allgemeinen Funkverkehrskreisen basierte immer auf dem Grundsatz "Jeder hört jeden" (Kreisverkehr) oder zumindest "Jeder hört alles was die Leistelle sendet" (Sternverkehr).
Im Sprechfunk ging es dabei nicht nur darum, das jede Wache es mitbekommt wenn sie gerufen wird, sondern eben auch um regelmässige Lageprognosen zu merken.
Es hat eben Vorteile wenn der Funker einer Wache mitbekommt wenn sich irgendwo in einem anderen Stadtteil gerade eine Lage zuspitzt, oder an Zuständigkeitsgrenzen sich irgendwas ins Gehege kommen könnte.
Hypotetischer Beispielfall:
Feuerwehr hat Einsatz in Musterstraße 16. In der Wache läuft dann die Info auf das RTW+NEF gerat zur Musterstraße 18b wegen nem apopl oder HI fahren.
Der Mensch in der Regionalen wache kennt die sauenge und permanent zugeparte Musterstraße in diesem Bereich, der Disponent in der Leitstelle nicht.
Der einzige Mensch der da noch eingreifen und z.B. den RD über dessen Leitstelle umlenken kann, damit der nicht von der falschen Seite anfährt, ist derjenige in der Wache.
Gibt es also kein VPN-Netz wo jede Wache komplette Einsicht in die aktuellen Einsätze erhält (wie es bei der POL schon seit Jahrzehnten üblich ist), dann halte ich derartige DME-Auswertungen _zum Dienstgebrauch_ für ein legitimes Mittel.
Schließlich sitzen für gewöhnlich nur solche Leute am Funktisch einer ständig besetzten Wache, welche über ihre Schweigepflicht aufgeklärt wurden.
Für gewöhnlich traue ich solchen Leuten schon den angemessen Umgang mit Informationen zu, welche sie in ihrem Dienstalltag über Sprechfunk + DME-Auswertungen so mitbekommen.
Ich kenne die Personen sowie das Auftreten von "Nonstop-News" nicht, daher kann ich dort nichts bewerten.
Aber in dem Bereich Ruhrgebiet habe ich bis vor knapp 10 Jahren selber als Journalist gearbeitet und die volle Bandbreite in dieser Branche mitbekommen.
Bei der Polizei Dortmund war es immer vom Dienstplan der Leitstelle abhängig: Meistens bekam man auf Anfrage per Telefon dort aktuelle und verwertbare Auskünfte.
Manchmal jedoch hatten dort Leute Dienst die mal gelernt haben das für Auskünfte ausschließlich die Pressestelle zuständig ist. Und jene war für den aktuellen Informationsfluß damals hier in Dortmund ein Krampf ohnegleichen.
Die allermeißten Autobahnwachen damals im Ruhrgebiet waren _extrem_ Freundlich gegenüber Journalisten. Im Ernst...solange man als Journalist auch freundlich war und sich professionell verhielt, wurde man dort...wie soll ich sagen...beinahe als "inoffizielle BOS-Org" mit annerkannt.
Regelmässig Eskortenservice, jederzeit Interviewbereite Einsatzleiter an der E-Stelle, breite Unterstützung.
Und ja...in den Jahren wo ich dort aktiv war erteilte man mir telefonisch etwa 5-6 mal seitens der Autobahnpolizei die Befugniss/Anweisung aufgrund von Vollsperrung und lange Staus von vorne entgegen der Fahrtrichtung über etliche Km zur E-Stelle zu fahren.
Andererseits gab es auch Negativbeispiele: Polizei damals z.B. im Raum Duisburg war fürchterlich. Per telefonischer Nachfrage wurde einem ständig vorgegaukelt als sei absolut nix los, während man aber wusste das da gerade eine heftige Lage tobte.
Generell...immer...
Und diese Bandbreite bei den BOS ist kunterbunt quer durch Deutschland zufällig verteilt.
Aber holla!
Ich habe sogar mal einen Extremfall kennen gelernt, der im Großraum Essen rumfuhr, und den Beifahrersitzt zugebaut hatte mit reichlich edlen Scannern der Kategorie "ab 500€", darunter auch diverse TP9 und ein paar Bosch-Teile, sowie zusätzlich da druff noch zwei Laptops wo gut an die 10-15 unterschiedliche DME-Netze drüber rasten.
Damit fuhr er so ganz offen rum zu Einsatzstellen.
Unsereins hat sich da schon eher Gedanken gemacht das ganze etwas kleiner und verdeckter zu fahren. Aber im Endeffekt: Jeder einzelne Fall wo Journalisten wegen Empfang von BOS-Funk angezeigt wurden, ist damals nach wenigen Wochen seitens der Staatsanwaltschaften wieder eingestellt wurden. Im "Kollegenkreis" damals vielleicht so 5 Fälle mitbekommen, die alle ohne Folgen eingestellt wurden.
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser
Das da anscheinend etwas klemmt, hatte ich ja schon aufgezeigt:
http://www.funkmeldesystem.de/foren/...2&postcount=34
MfG
brause
Danke, DG7GJ, für Deinen "Stimmungsbericht, den ich, was die journalistischen Erfahrungen anbelangt, hundertprozentig unterschreibe. Mehr noch: EInige der "Episoden hätten sich auch im Rhein-Main-Gebiet der 80er Jahre abspielen können, zum Beispiel diese:
Ersetze Dortmund durch Offenbach/Main - und es passt! ;-)Manchmal jedoch hatten dort Leute Dienst die mal gelernt haben das für Auskünfte ausschließlich die Pressestelle zuständig ist. Und jene war für den aktuellen Informationsfluß damals hier in Dortmund ein Krampf ohnegleichen.
Lass' mich raten: Heute hört seine Firma auf den Namen "Wiebold TVnews GmbH" ...?! ;-)Ich habe sogar mal einen Extremfall kennen gelernt, der im Großraum Essen rumfuhr, und den Beifahrersitzt zugebaut hatte mit reichlich edlen Scannern der Kategorie "ab 500€", darunter auch diverse TP9 und ein paar Bosch-Teile, sowie zusätzlich da druff noch zwei Laptops wo gut an die 10-15 unterschiedliche DME-Netze drüber rasten. Damit fuhr er so ganz offen rum zu Einsatzstellen.
Ja, es war anders. Der Job war/ist der gleiche, aber es war anders. Man hat sich gegenseitig vertraut, toleriert und vor allem: respektiert. Die Journalie wusste, wie weit sie gehen darf und die Polizei wusste es auch. Und wenn doch mal was schiefgelaufen ist, hat man miteinander gesprochen und die Sache aus der Welt geschafft.
Eine bis heute nicht getopte Geschichte ist mir live an einem Neujahrsmorgen um 3 Uhr passiert: Damals waren die Presseausweise noch durch jährliche Stempelverlängerung sechs Jahre gültig, vier Jahre hatte ich bereits drin, den Stempel für das neue, gerade mal drei Stunden junge, neue Jahr noch nicht. Man ahnt, wie's weiter geht: Ich geriet an einen Jung-Sheriff der Autobahnpolizei und durfte mit Hinweis "Sie haben keinen gültigen Presseausweis" nicht vor zum Fotografieren.
Am Tag darauf traf ich mich mit dem damaligen Leiter der PASt. nachmittags zum kurzen informellen Gespräch (die Hefeteilchen habe ich vom Bäcker mitgebracht, den Kaffee haben die Beamten beigesteuert) - und nach 20 Minuten waren "die Fronten geklärt". Ich habe denen nicht im Weg rumgestanden, behindert oder auch mal die Füße stillgehalten, wenn es der Sache dienlich war und umgekehrt hat sich fortan keiner daran gestört, wenn ich "illegale Betriebszufahrten" benutzt oder mich im Konvoi durch die Rettungsgasse geschmuggelt habe. Heute würde man das vermutlich als "Win-Win-Situation" bezeichnen.
Leider nutzt aber das Schwelgen in der Vergangenheit nichts (mehr), wenn man sich die aktuellen Verhältnisse z.B. in Rostock anschaut - die nach der heutigen Entscheidung (und Begründung) des Amtsgerichts offensichtlich viel tiefer gehen, als bisher angenommen. Denn wenn die ganze Geschichte schon länger als ein Jahr bekannt ist, müssen dort ja zumindest auch mehrere Leute aus der Führungsetage auf beiden Augen blind gewesen sein ...
Hallo!
Ja klar, grundmechanismen die teilweise schon immer galten und die kunterbunt durch Deutschland verteilt sind.
Wobei ich da nur Einblick habe in das Ruhrgebiet zwischen etwa 1995-2005 grob.
Wie gesagt, grundmechanismen.
Dort wo frische BOS'ler ausgebildet werden, beispielsweise Polizeischulen, gibt es bei vielen Ausbildern eine sehr negative Meinung zum Journalismus. Diese Meinungen werden dort auf die Anwärter übertragen.
Kommen diese dann in den realen Dienstbetrieb, müssen die erst mühevoll von Dienststellenleitern und erfahrenen Kollegen "umerzogen" werden.
Nimmt man einen regional abgeschlossenen bereich, treffen die dort tätigen BOS'ler regelmässig auf immer die selben Journalisten.
Aus BOS-Warte muss man seine Neulinge soweit ran führen das diese die Leute kennen und wissen wer dahinter steckt.
Vorsicht, vorsicht...so würde ich das nicht sagen.
Wiebold selber habe ich freilich kennen gelernt.
Ich muss aber sagen das der in Bezug zur Funkausstattung eher zu jenen zählte die wie 95% aller anderen Kollegen massiv darauf wert legten sowas eher verdeckt und eben nicht "offensichtlich" zu nutzen.
Ne, der Mensch dessen Beifahrersitz ich ich beschrieb war nicht W.W., sondern eine Person aus seinem Umfeld.
Du wirst lachen: Es gibt BOS-Dienststellen wo man damit generell vor verschlossene Türen rennt.
Ach ja...da gibt es viele Sticheleien von Neulingen.
Bestes Beispiel was mir so spontan einfällt:
Verkehrsunfall auf ner Autobahn. Vollsperrung. Wir parkten im abgesperrten Bereich, abgesichert wie immer durch Warnblinker + gelbes Rundumlicht.
Kaum ausgestiegen brullte soein frischer Autobahnbeamter sinngemäß:
"Das ist ne Autobahn!!! Warndreieck aufstellen! Vorschriftsgemäß...aber flott!".
Pff...man muss sich halt damit trösten, das solche Spinner eher selten sind.
Es ist wichtig und richtig wenn man als "sauberer" Journalist regelmässig einen guten Kontakt zu den Wachleitern und Diensgruppenleitern der POL sowie den Einsatzleitern und
KBM's unterhält.
Wenn man dazu aber was mitbringt, kann das durchaus mies enden.
Muss nur ein falscher Beamter mitbekommen, und schon kann das als Bestechung ausgelegt werden.
Tja, zu Rostock weis man bis heute nicht wirklich um welche Daten es da geht, und ob das ganze tatsächlich dazu diehnte gegen Entgelt bestimmten Jounralisten diese Infos gezielt zukommen zu lassen, wozu die Journalisten selber nicht in der Lage waren.
Nur wenn diese Richtung nachgewiesen würde, könnte man das Schlagwort "Maulwurf" unterstreichen.
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser
@ DG7GJ :
Hallo Jürgen!
Wie du weist, sehe ich das recht unverkrampft.
Ich sehe da auch zunächst die einsatztaktischen Vorteile.
Bei großen Sanitätswachdiensten werten wir (HiOrg) auch die gesamten FMS-Daten (samt FMS-Kurztext für den RD) und die Alarmierungen (analog) aus. Allerdings ganz offiziell auf Dienstrechnern und mit dienstlich beschaffter Software. Das ist auch mit dem Kreis (RD-Träger) so abgesprochen. Das erleichtert beidseitig die Zusammenarbeit und es war des öfteren der fall, dass so die Hilfsfristen verkürzt werden konnten, weil wir der leergefahrenen Rettungswache zur Freude der LSt. bei einem Notfall schnell einen RTW zur Verfügung stellen konnten.
Aber in Rostock scheint das mehr als unerwünscht zu sein. Und dann ist es eben nicht besonders schlau, private Rechner und Software dafür im Feuerwehrgebäude einzusetzen. Das muss ja zwangsläufig zu Ärger führen.
Ich habe die letzten zwei Jahre selber für den KV einer HiOrg als hauptamtlicher Pressesprecher gearbeitet.
Da galt auch, dass nur die Pressestelle (also ich) Infos an die Presse rausgibt. Allerdings nicht, weil die Journalisten so böse sind, sondern weil man als ungeschulte Einsatzkraft schnell mal eine unbedacht Bemerkung macht, die nach hinten losgehen kann. Und das müssen sich ehrenamtlich Kräfte nicht antun, deshalb wurde ich dafür bezahlt den Kopf hinzuhalten. Das hieß aber in der Praxis nicht, dass die kein Statement abgeben durften, sondern dass man sich vorher absprach. Dafür habe ich versucht, eine durchgehende Erreichbarkeit sowohl für die Kollegen als auch die Presse sicherzustellen (was auf Grund der wenigen presserelevanten Einsätze auch keine große Belastung darstellte).
Ich habe immer Wert darauf gelegt, den Kollegen klar zu machen, dass wir auf die Presse angewiesen sind und es sich um ein System des Geben und Nehmen handelt. Leider ist es mir trotzdem nicht gelungen, sämtliche Vorbehalte und Vorurteile bei allen Kollegen auszuräumen.
Leider wird es gerade in den HiOrgs oft negiert, wie sinnvoll eine aktiv agierende Pressestelle ist. Wir haben in den zwei Jahren recht gute Ergebnisse erzielt. So konnten Umsatzsteigerungen in gewerblichen Bereichen durch externe Analysen nachgewiesen werden, unsere Bewerbersituation im RD war überdurchschnittlich gut und auch im ehrenamtlichen Bereich konnten so Mitglieder gewonnen werden. Nach einem Vorstandswechsel wurde meine Stelle gestrichen und nun ist die HiOrg vollkommen aus der Berichterstattung verschwunden.
MfG
brause
Hallo Brause!
Eben. Ich halte nix davon wenn Wachen aufgebaut werden welche man nur mit gefilterten Informationen füttert. Das mag adequat sein für unbesetzte Gerätehäuser auf dem Lande, wo eh niemand permanent am Funk sitzt und Lageeinschätzungen erstellt.
Wobei mein Horizont da eh von damals her weiter reicht als der Tellerrand der BOS.
So gibt es Nachrichtenredaktionen wo ebenso Selbstverständlich wie in manchen BOS-Lst. noch die Unwetterwarnungen des DWD auflaufen, noch hunderte weiterer Funkdienste zur Lageeinschätzung herrangezogen werden. Zum beispiel, nur um mal zu nennen in welche Richtung es geht: Taxi, Nahverkehr, größere Sicherheitsdienste (z.B. 3S der DBAG), Flugfunk (regionale Tower, Rollfeld, Sicherheit) u.v.m.
Nunja, in Rostock steht ja der Vorwurf das da irgendwelche Daten extern weiter gegeben wurden. Und das ginge dann Lichtjahre über die "interne Verwendung zur Lageeinschätzung" hinaus, welche ich ansprach.
Darum geht es erstmal nicht. In den ersten Minuten eines Einsatzes geht es erstmal darum, bei einem journalistischen Anruf in einer Leitstelle, klar bestätigt zu bekommen was inetwa vorliegt und was zur Örtlichkeit bekannt ist.
Es kann nicht angehen das ein Journalist aus mehreren Quellen sicher erfährt das in einer definitiv feststehenden Region gerade ein Sportflugzeug abgestürzt ist, und die Disponenten der dortigen POL, FW und RD-Lst im Chor singen...sinngemäß:
"Nööö...nix los, glaube ich ihnen nicht. Ausserdem dürfte ich Ihnen dazu eh nix sagen."
Regelmässig zu meiner Journalistenzeit z.B. im Bereich Recklinghausen so passiert.
Aus praktischer Journalistensicht geht es darum das zunächst einmal während oder kurz nach Einsatz grobe Informationen gegeben werden können:
Verletzte/Tote, wieviele, besondere Randbedingungen.
Das ist alles was generell gebraucht wird damit die Journalisten vor Ort in der Lage sind die nötigen Kurzinfos zu ihrem Foto- oder Videomaterial mit in die Redaktion zu geben.
Erst wenn die Redaktion einige Stunden später dieses Rohmaterial zu einem Script zusammen fügt, ist eine Pressestelle/Pressesprecher wichtig der bescheid weis und hier und da was korrigieren oder anders vormulieren kann.
So ist es. Wer Nachwuchs in seiner Organisation will muss mit den Medien zusammen arbeiten. Ebenso ist eine gute Zusammenarbeit wichtig um politisch wahrgenommen zu werden.
Und sei es nur darum mehr Zustimmung als Organisation zu bekommen, wenn dringende Investitionen vor dem Kostenträger durchgesetzt werden sollen.
Und sei es nur eine Alarmanlage für ein Gerätehaus, wo schon mehrfach eingebrochen wurde.
Genau so ist es. Öffentlichkeitsarbeit kann man nicht mit einem "Tag der offenen Tür" oder einem Organisationsfest einmal im Jahr abtun.
Nein, die alltägliche Wirkarbeit, die im Mittelpunkt der Organisation steht, muss interessant, professionell und realistisch über die regionalen Medien regelmässig gefördert werden.
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser
Landgericht bestätigt die Rechtmäßigkeit der Durchsuchung
Es war nicht grob rechtswidrig oder willkürlich, Gefahr im Verzug anzunehmen und die Durchsuchung ohne richterlichen Beschluss durchzuführen.
Warten wir also weiterhin ab, was die Ermittlungen zu Tage fördern.
Rostocks OB setzt Stadtbrandmeister ab
Erneuter Eklat bei der Freiwilligen Feuerwehr in Rostock:
http://www.ndr.de/regional/mecklenbu...ostock133.html
mfg
eltown
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