Zitat Zitat von überhose Beitrag anzeigen
Ich wollte ja nix mehr zu dem Thema schreiben, aber hier juckte es mich dann doch zu sehr in den Fingern:
Genialer Dienstplan.
Wow. Mit einem solchen Dienstplan ist es ein Ding der Unmöglichkeit, eine aktive Mannschaft zu fördern und auch zu fordern.

Man darf diese Negativbeispiele nicht auf sämtliche kleineren Dorffeuerwehren ableiten. Es gibt zahlreiche Kommandanten und Wehrführer, die sich gewissenhaft um die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Untergebenen Gedanken machen. Leider tritt deren Arbeit nicht in das Licht der Öffentlichkeit, sondern fast ausschließlich sind es solche Wehren, deren Dienstplan aus Maibaum, Dorfkreuz, Bewegungsfahrt und Preisschafkopf besteht.

FAs aus großen Stützpunktwehren sind angesichts solcher Dienstpläne geradezu verleitet, lächelnd auf die kleinen Wehren zu blicken. Ehrlich gesagt, gehts mir genauso. Mir tun die Bürger in Röthenbch leid. Eine optimal ausgebildete Feuerwehr kann das nicht sein. Im Ernstfall werden sich die gravierenden Ausbildungsmängel offenbaren, da bin ich mir absolut sicher.
Umso wichtiger ist es, dass gerade die verantwortlichen Führungsdienstgrade in kleinen Wehren die Ausbildung auf einem hohen Level halten. Einerseits, um einen Anreiz zu schaffen, damit die Aktiven zum Ausbildungsdienst kommen, andererseits auch, um Qualität und Anspruch in die Ausbildung zu bekommen. Die Aktiven bekommen sehr wohl mit, ob sich der Gruppenführer vor der Übung Gedanken gemacht hat und didaktisch fit ist, oder nicht. Und das äußert sich u.a. in den Teilnahmequoten an Übungsdiensten.

Ich glaube, an der Qualität der Ausbildung kann man schon auch erkennen, ob eine Wehr, wenn auch sie nur ein TSF im Gerätehaus stehen hat, tagsüber in Staffelstärke ausrückt und 15 Einsätze im Jahr fährt, Zukunft hat, oder nicht.

Eine Feuerwehr, die über ein dreiviertel Jahr keine ordentliche Übung auf die Beine bekommt, stellt eine Gefahr für die Bürger und auch die eigenen Aktiven dar und hat somit jeden Anspruch auf Fortbestand verloren.