Hi, ich bin zwar nicht Joachim aber ich beantworte diese Frage dennoch:
A= 2800Hz
B= 810Hz
C= 970Hz
D= 885Hz
E= 2600Hz
F= 930Hz
Die Frequenzen habe ich einer Programmiersoftware entnommen.
Gruss Flo
Gruss Flo
Leider nicht Florian, Diese Daten sind mit bereits seit Jahren bekannt...
Die Frage war ja, welcher Dieser Töne dann genommen wird, wenn man in sehr alten FME den Buchstaben "G" für "Gruppenton" programmiert hatte...
Denn genau genommen müsste dieser Ton ja dann auch auf den Analog-Alarmgebern oder aber in der TR-BOS auftauchen. Was er aber faktisch nicht tut...
MfG Fabsi
Hey Fabsi,
ich bezieh mich dabei weniger auf die TR-BOS, sondern eher auf die ganzen Schaltungsunterlagen er FME. Eigentlich jeder "alte" FME hat die Möglichkeit, neben einem Einzelruf auch einen Gruppenruf zu kodieren. Prominentes Beispiel ist der RE228, der ja im Sprachgebrauch zwei Schleifen auswerten kann, allerdings nur, wenn sie sich nur in der letzten Stelle unterscheiden. Wenn man es genau nimmt, kann der RE228 aber eben nur einen in allen 5 Stellen frei kodierbaren Einzelruf haben. Die "zweite Schleife" ist der dazu passende Gruppenruf, der sich eben nur in der letzten Stelle von einem Einzelruf unterscheidet. Das wäre dann ein 10er Gruppenruf. Man kann durch umsetzen der Lötnieten auch einen 100er und 1000er Gruppenruf kodieren. Das sagt dann halt nur aus, an welcher Stelle der Schleife man den Gruppenrufton erwartet.
Welche Frequenz der Gruppenrufton nun hat, das hat man in jedem Funknetz selbst festgelegt. Meist war es auch eine Ziffer im Bereich 0-9, besonders gerne die 0.
Beim RE228 könnte man also folgendes machen:
12345 Einzelruf UND
12340 10er Gruppenruf ODER
12300 100er Gruppenruf ODER
12000 1000er Gruppenruf
Gruß Joachim
Ich glaub du wirfst da jetzt war durcheinander...
Entweder hatte man:
12340 - Gruppenruf (auf allen Meldern programmiert)
12341 - 1. Einzelruf
12342 - 2. Einzelruf usw.
Oder aber ein Melder bekommt einen Einzelruf und eben eine 2. "4-Ton-Schleife" drauf...
Was faktisch aber keinen Sinn machen würde, da er dann ja bei jedem "Einzelruf" nach 1. Muster vergeben auslösen würde ;)
Deshalb dachte ich jetzt, es gäbe da was, oder viel mehr gab da mals was, was ich noch nicht kannte :D
MfG Fabsi
Deinen Einwand versteh ich nicht. Ich hab nichts von "4-Ton-Schleife" erwähnt. Was hat das mit dem Gruppenruf zu tun?
Defakto wurde der Selektivruf ursprünglich so konzipiert, dass man jeden Teilnehmer über eine individuelle Rufnummer erreichen kann. Ähnlich wie man es vom Telefon kennt.
Demnach hatten die ersten FME, auch wenn es technisch schon anders möglich gewesen wäre, auch nur eine kodierbare Rufnummer.
Jetzt mal ein Beispiel konstruiert. Die Firma Meyer hat sich einen 10er Block Rufadressen zuweisen lassen und hat ihre Mitarbeiter mit FME ausgestattet.
54671 Seniorchef Herr Meyer (Außendienst)
54672 Herr Müller (Außendienst)
54673 Herr Schmidt
54674 Herr Huber
54675 Herr Moser (Außendienst)
54676 Herr Klein
54677 Herr Groß
54678 Herr Kurz (Außendienst)
54679 Herr Lang
Wenn man jetzt alle Mitarbeiter der Firma Meyer hätte rufen wollen, müsste man alle Einzelrufe hintereinander weg senden. Was natürlich doof ist.
Also hat man damals schon den "Gruppenruf" als Feature verkauft. Und zwar wurde im Funknetz eine Ziffer als Gruppenruf-Ziffer definiert, die in keinem Einzelruf vorkommen darf. Z.B. die Ziffer "0" eben. Nun hat man quasi also eine Gruppenruf-Schleife definiert:
54670 Alle Mitarbeiter Firma Meyer
Nun konnte man bei den meisten 1-Schleifen FME diesen "Gruppenruf" als Zusatzoption bestellen/einbauen/kodieren. Man legte über die Kodierung also die Gruppenrufziffer fest, und ob es sich um einen 10er, 100er oder 1000er Gruppenruf handelte.
In unserem Beispiel hätte Herr Müller also folgende Kodierung auf seinem 1-Schleifen FME:
Einzelruf: 54672
Gruppenruf: Ziffer "0", 10er Gruppe (entspricht 54670)
Möchte man jetzt nur die Außendienstmitarbeiter rufen, müsste man aber wie gehabt alle Rufadressen einzeln rufen.
Die Bildung von irgendwelchen taktischen Rufgruppen geschieht also in der Zentrale durch aufsummieren aller Einzelrufe.
Dieses ganze Gehampel mit dem Gruppenruf wurde dann überflüssig, seitdem es FME mit mehreren kodierbaren Schleifen gibt bzw. seit dem die Strukturierung der Rufadressen nicht nach Einzelpersonen, sondern nach taktischen Gruppen geschieht.
Heute würde man ggf. die Schleifen so vergeben:
54670 Alle Mitarbeiter Firma Meyer
54671 Alle Außendienstler
54672 Seniorchef Herr Meyer
Hoffe das ist nun klarer was ich meine.
Gruß Joachim
Hallo!
Absolut richtig.
Ähm, das mit dem Sammelruf ist aber etwas anders geregelt...
Das Digit "0" am Ende wird im Betriebsfunk i.d.R. immer als Rufadresse der Feststation/Zentrale genommen und ist eine gewöhnliche Einzelrufadresse.
Eben etwa so:
12340 Zentrale
12341 Wagen 1 (Cheff-Mobil)
12342 Wagen 2
12343 Wagen 3
12344 Wagen 4
12345 Wagen 5
Und optional:
12351 HFG auf Wagen 1
12352 HFG auf Wagen 2
12353 HFG auf Wagen 3
usw...
Der Sammelruf nach ZVEI und meines Wissens auch so in der TR-BOS übernommen nutzt die Sondertöne, genauer gesagt den Ton "A" (2800Hz).
Nach obigem Beispiel:
1234A = Sammelruf an alle Fahrzeuge (Nummernbereich 12340-12349, 10'er Ruf.)
123AX = Sammelruf an alle Wagen und HFG's (Nummernbereich 12300-12399, 100'er Ruf.)
12AXX = Sammelruf für Nummern 12000-12999, 1000'er Ruf.
1AXXX = Sammelruf für Nummern 10000-19999, 10.000'er Ruf.
AXXXX = Sammelruf für Nummern 00000-99999, 100.000'er Ruf.
Digit X = Irgendein ZVEI-Ton!
Ob jetzt jeder FME der jemals gebaut wurde das Digit A kann, weis ich nicht sicher.
Aber spätestens seit 1980 ist das Standard. Bei vielen FME's und Betriebsfunkgeräten in der damaligen Zeit war das Sammelrufdigit auf die letzten drei Stellen beschränkt, also 10'er, 100'er und maximal 1000'er Sammelrufe.
Bei aktuellen Betriebsfunkgeräten kann man auch, wenn man will, das A auf allen Digits zulassen.
Hat dann aber das problem das jeder Hirni der sich ein Betriebsfunkgerät auf eBay schießt problemlos bei allen Meldern im Landkreis chaos anrichten kann.
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser
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