Für mich als Anwender spielt keine Rolle, ob und welche Detailfragen "unter der Haube" schuld an einem Ausfall sind. Entscheidend ist die Tatsache, dass unser TETRA-Netz mehrfach ausgerechnet dann total ausfiel, wenn wir es im Falle größerer Betriebsstörungen gar nicht gebrauchen konnten. Desweiteren ist die Netzabdeckung unseres Bedienungsgebietes immer noch nicht bei annähernd 90%. Die Kosten für eine 95% Netzabdeckung sollen aber so horrend sein, das unsere Führungsetage weitere Investitionen ablehnt.
Wenn Du das mal auf BOS abbildest:
Soll aus Kostengründen der FuStkw oder das TLF im tiefsten Wald nicht erreichbar sein ?
Dann verzichte ich lieber und bleibe auf 4m.
Operative Hektik ersetzt keine geistige Windstille...
Ich denke, die Diskussion, ob oder ob nicht, dürfte erledigt sein. Tetra wird kommen. Jetzt ligt es halt daran, möglichst viel rauszuholen.
Gruß, Mr. Blaulicht
Moin moin,
und das ist es ja, was ich in meinem vorigen Posting versucht habe deutlich zu machen.Jetzt ligt es halt daran, möglichst viel rauszuholen.
Ein Beispiel. Dass eine Landespolizeibehörde mit entsprechender Manpower in den einzelnen Projektgruppen vertreten sein kann, dürfte klar sein denn sie sind halt "Berufspolizisten". Wenn man dann aber bei einer (völlig fiktiven) Berufsfeuerwehr nur einen einzigen Mann dort einbringt, dann kommt man ins Grübeln. Klar, die Verwaltung einer Berufsfeuerwehr muss auch sparen und kann - weil es schon an allen Ecken und Enden an Personal mangelt - nicht beliebig viele Vertreter der eigenen Gilde dort einbringen. Wenn man dann aber einen Mann dort abstellt, welcher - wie soll ich es ausdrücken - "etwas interessenlos ist", dann nimmt ihn dort niemand für voll. Und so beginnt etwas gegen den Baum zu laufen, bevor es begonnen hat.
Und wenn ich mir das Mengenverhältnis Beruf-/Freiwillige-Feuerwehr ansehe, dann sollte man hoffen: Da steckt viel mehr Manpower drin, so dass wenigstens die Ehrenamtlichen entsprechend interessiertes Personal in die Projektgruppen einbringen können. Aber weit gefehlt. Wer könnte das denn? Die Kreisbrandmeister, vielleicht noch die Landratsämter bzw vielleicht noch die Landesfeuerwehrverbände. Und alle drei sitzen das aus und beschäftigen sich mit Schulterzucken.
Mal mein Bereich: Ich bin Fachgruppenleiter Sprechfunkausbildung bei uns im LK. Vor rund 1 1/2 Jahren sollte ich eine Liste der aktiven Sprechfunkausbilder vorlegen, welche als Hauptmultiplikatoren einsetzbar wären. Tat ich. Vorigen Monat wurde diese Liste erneut abverlangt. Dabei muss man aber wissen, dass wir der erste Regierungsbezirk sind wo der Digitalfunk eingeführt wird. Der Netzaufbau ist im vollen Gange und dürfte im September/Oktober abgeschlossen sein. Die Ausschreibung für die Endgeräte läuft ebenfalls. Ende des Jahres sollen sie geliefert werden und nach der Programmierung Anfang nächsten Jahres ausgeliefert werden. Ist auch ein ernstzunehmender Zeitrahmen. Aber alleine in unserem Landkreis befinden sich 81 FF, wo wir zumindest die Führungskräfte schulen müssen. Hinzu kommen die KatSchützer, die in unseren Aufgabenbereich fallen werden. Wir sind 4 Kreisausbilder im alten LK und ab Oktober (nach der Kreisgebietsreform) ein paar mehr, aber auch entsprechend mehr Leute die ausgebildet werden sollen. Bisher sind aber selbst die Hauptmultiplikatoren nicht ausgebildet worden. Die LFS schiebt auf die Pol und von dieser Seite passiert nichts.
Es ist völlig unklar wie WIR geschult werden und völlig unklar wie wir schulen sollen. Auch logistisch völlig unklar. Sind es 1, 2, 3, 4 Unterrichtsstunden oder gar 8? Laden wir ins FTZ oder fahren wir die Wehren an? Wie weit geht die Schulung? Was passiert in Zukunft überhaupt mit der Funkausbildung? Muss doch den neuen Bedürfnissen angepasst werden.
1000 Fragen und niemand gibt eine Antwort. Das ist es, was nervt.
Ciao
mICHael
Der ist gut, den werde ich mir merken! ;-)
Aber auch bei uns ist das so! Als ich neulich eine Ausbildung über Funk hielt, und ich erwähnte, dass TETRA definitiv kommen wird, zuckte unsere Leitung erschreckt ebenfalls die erwähnten Schultern. Es ist definitiv nix geklärt, weder was die Schulungen noch was die Geräte beschaffen wird.
Und ich weiß auch schon wie das laufen wird. "Wenn die wollen, dass wir funken, sollen sie uns die Geräte zur Verfügung stellen!" Wobei immer unklar ist, wer "die" sind.
Wissen ist Macht, und entweder wollen unsere Chefs die Macht nicht teilen oder sind selber machtlos.
Aber nachfragen tut von denen ja auch keiner. :-(
Das ist es, was mich nervt. Von der Teilnahme an irgendwelchen Projektgruppen ganz zu schweigen.
Gruß, Mr. Blaulicht
Hallo miteinander.
Jetzt bin ich wieder einmal an dem Punkt angelangt wo ich mich frage, ob es nicht sinnvoll wäre, den Digitalfunk als eigenes Thema anzulegen? Derzeit kommt ja alles hier hinein und das wird langsam unübersichtlich....
Gruß
Knut
...gelöscht...
Geändert von Newty (08.05.2008 um 01:55 Uhr)
Digitaler Behördenfunk: Nur noch drei Bewerber im Rennen
Die Bundesanstalt für Digitalfunk (BDBOS) hat am heutigen Mittwoch in Berlin bestätigt, dass von den acht Konsortien, die sich für den Betrieb eines bundesweiten Digital-Funknetzes für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) beworben hatten, drei in die engere Wahl gekommen sind. "Wir haben am 31. März entschieden, mit welchen Unternehmen weiter verhandelt wird", sagte eine Sprecherin der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Eine Runde weiter gekommen sind dem Vernehmen nach Nokia Siemens Networks (NSN), Alcatel-Lucent und das Konsortium T-Systems und EADS.
Ausgeschieden sind demnach unter anderem Vodafone, Motorola und die Deutsche Bahn. Die Bundesanstalt ist für die Auftragsvergabe zuständig. Die Kosten für das neue Netz, das mit angepeilten 500.000 Nutzern bei Polizeien von Bund und Ländern, Feuerwehren und Rettungsdiensten das "weltweit größte seiner Art" werden und Ende 2010 fertiggestellt sein soll, betragen rund 4,5 Milliarden Euro. Auf regionalen Referenzplattformen wie in Nordrhein-Westfalen läuft bereits der als abhörsicher geltende Tetra-Digitalfunk. Diese und weitere vor Abschluss des Vergabeverfahrens fertiggestellte Netzabschnitte betreibt derzeit der Lieferant für die Systemtechnik EADS.
Die verbliebenen drei Bieter hätten nun bis Mai Zeit, unverbindliche Angebote zu unterbreiten, sagte die BDBOS-Sprecherin. Über die Angebote werde dann verhandelt, bevor voraussichtlich im Februar 2009 der Auftrag vergeben werde. Mit Vodafone hatte die Bundesanstalt für Digitalfunk zuletzt einen Vertrag über die Anmietung von Mobilfunkstandorten für den Aufbau des Digitalfunknetzes geschlossen. Die Behörde will für BOS möglichst wenig neue Funkstandorte bauen und verhandelt deshalb auch mit anderen großen Anbietern von Funkstandorten über eine Mitbenutzung. In München war der BOS-Digitalfunk unter anderem auf dem letzten Oktoberfest getestet worden.
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Digit...meldung/106287
Gruss Flo
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