Moin moin,
und das ist es ja, was ich in meinem vorigen Posting versucht habe deutlich zu machen.Jetzt ligt es halt daran, möglichst viel rauszuholen.
Ein Beispiel. Dass eine Landespolizeibehörde mit entsprechender Manpower in den einzelnen Projektgruppen vertreten sein kann, dürfte klar sein denn sie sind halt "Berufspolizisten". Wenn man dann aber bei einer (völlig fiktiven) Berufsfeuerwehr nur einen einzigen Mann dort einbringt, dann kommt man ins Grübeln. Klar, die Verwaltung einer Berufsfeuerwehr muss auch sparen und kann - weil es schon an allen Ecken und Enden an Personal mangelt - nicht beliebig viele Vertreter der eigenen Gilde dort einbringen. Wenn man dann aber einen Mann dort abstellt, welcher - wie soll ich es ausdrücken - "etwas interessenlos ist", dann nimmt ihn dort niemand für voll. Und so beginnt etwas gegen den Baum zu laufen, bevor es begonnen hat.
Und wenn ich mir das Mengenverhältnis Beruf-/Freiwillige-Feuerwehr ansehe, dann sollte man hoffen: Da steckt viel mehr Manpower drin, so dass wenigstens die Ehrenamtlichen entsprechend interessiertes Personal in die Projektgruppen einbringen können. Aber weit gefehlt. Wer könnte das denn? Die Kreisbrandmeister, vielleicht noch die Landratsämter bzw vielleicht noch die Landesfeuerwehrverbände. Und alle drei sitzen das aus und beschäftigen sich mit Schulterzucken.
Mal mein Bereich: Ich bin Fachgruppenleiter Sprechfunkausbildung bei uns im LK. Vor rund 1 1/2 Jahren sollte ich eine Liste der aktiven Sprechfunkausbilder vorlegen, welche als Hauptmultiplikatoren einsetzbar wären. Tat ich. Vorigen Monat wurde diese Liste erneut abverlangt. Dabei muss man aber wissen, dass wir der erste Regierungsbezirk sind wo der Digitalfunk eingeführt wird. Der Netzaufbau ist im vollen Gange und dürfte im September/Oktober abgeschlossen sein. Die Ausschreibung für die Endgeräte läuft ebenfalls. Ende des Jahres sollen sie geliefert werden und nach der Programmierung Anfang nächsten Jahres ausgeliefert werden. Ist auch ein ernstzunehmender Zeitrahmen. Aber alleine in unserem Landkreis befinden sich 81 FF, wo wir zumindest die Führungskräfte schulen müssen. Hinzu kommen die KatSchützer, die in unseren Aufgabenbereich fallen werden. Wir sind 4 Kreisausbilder im alten LK und ab Oktober (nach der Kreisgebietsreform) ein paar mehr, aber auch entsprechend mehr Leute die ausgebildet werden sollen. Bisher sind aber selbst die Hauptmultiplikatoren nicht ausgebildet worden. Die LFS schiebt auf die Pol und von dieser Seite passiert nichts.
Es ist völlig unklar wie WIR geschult werden und völlig unklar wie wir schulen sollen. Auch logistisch völlig unklar. Sind es 1, 2, 3, 4 Unterrichtsstunden oder gar 8? Laden wir ins FTZ oder fahren wir die Wehren an? Wie weit geht die Schulung? Was passiert in Zukunft überhaupt mit der Funkausbildung? Muss doch den neuen Bedürfnissen angepasst werden.
1000 Fragen und niemand gibt eine Antwort. Das ist es, was nervt.
Ciao
mICHael




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