ok das sind gute Argumente :)
dann muss ich doch schauen, dass ich die 90cm unterbekomme :D
Grüße
ok das sind gute Argumente :)
dann muss ich doch schauen, dass ich die 90cm unterbekomme :D
Grüße
Gruß Steffen
Moin!
Auch ich habe mir diese Antenne gebastelt und muss sagen - wunderbar!! Sie hängt an einem Albrecht AE41H.
Allerdings funktioniert sie "zu gut!"... Folgendes Problem:
Ich habe meistens eine bestimmte Frequenz eingestellt: 86,455 Mhz. Nun ist es so dass immer (bzw. manchmal) die Gespräche einer anderen Frequenz reindrücken. (85,555 Mhz)
Auch habe ich dann so ein seltsames Knacken, Brummen oder so. (Da habe ich gelesen dass der Scanner "überfordert" mit der Signalstärke ist.)
Auch das aufdrehen der Rauschsperre und ein Einbau eines Dämpfungsreglers bringt irgendwie nicht den gewünschten Erfolg. Andere Kanäle sind dann leider nicht mehr zu empfangen...
Frage: Gibt es was das mir genau diese eine Frequenz ausfiltert??
Grüße
Mampfred
Hallo!
Na ob das sinnvoll war diese Frage hier in diesem überfüllten Thema zu stellen?
Denn dein Problem hat zunächst einmal garnix mit dem Bau einer Groundplane zu tun, ist also eh falsch hier.
Den Effekt den du hast, das erkanntest du ja schon richtig, ist eine Übersteuerung deines Scanners.
Ganz andere Thematik, die für sich nicht mal eben mit drei Sätzen erklärt werden kann.
Dennoch versuche ich mich kurz zu fassen:
Eine Verstärkerstufe wird übersteuert, wenn das Eingangssignal den Verstärker an seine Begrenzung drückt. Der Verstärker arbeitet dann in einem Teil der Kennlinie wo er zahlreiche Nebenprodukte produziert.
Man spricht dabei von "Intermodulation".
http://de.wikipedia.org/wiki/Intermodulation
Wenn du also auf der 86,455MHz noch andere Signale empfängst, also in deinem Fall Signale von der 85,555MHz, dann sind da noch andere Signale mit im Spiel.
Du schreibst das die Funksprüche von 85,555 ein "seltsames Knacken, Brummen oder so" mit auf die 86,455MHz holen.
Dieses "Knacken, Brummen" sind die Modulationen von mindestens einem, eventuell auch mehrerer anderer Sender (warscheinlich Datenfunk, DMR, Pocsag, Tetra, GSM, DAB+ oder sowas).
Die 85,555MHz bekommst du nicht raus gefiltert, liegt ja nen schlappes Megaherz unterhalb deiner gewünschten Frequenz. Das schafft man nichtmal mit "tragbaren" Resonatoren.
Viel effektiver ist es die anderen Sender zu finden die im Hintergrund "Knacken und Brummen".
Diese werden nicht auf 4m liegen, sondern irgendwo zwischen 146-1000MHz und immens stark sein.
Durch den großen Frequenzabstand aber kann man sie wesentlich leichter Filtern, z.B. mittels BNC T-Stück und abgestimmten Viertelwellenstub.
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser
Moin, moin!
Erstmal danke für diese sehr ausführlichen Antwort!
Ob es sinnvoll war hier zu posten?? Einer hat ja schon geantwortet.... ;-))
Was genau ist ein Viertelwellenstub?? Das scheint mir ist ein recht komplexes Thema aus der Antennen- bzw. Funkwelt, oder??
Gibt's da auch was zum selber basteln? Oder für diese besagten Frequenzen zum kaufen??
Mampfred
Hallo!
Nunja, eher durch Zufall.
Öhm...komplex?
Mitnichten...ist derart simpel das viele daran garnicht glauben und es als Aprilscherz abtun.
Schau dir mal das angehängte Bild an.
Von links kommt das kabel von der Antenne, nach rechts geht das Kabel zu nem Scanner/Empfänger.
Das was da über nen BNC T-Stück unten drann hängt, ist ein abgestimmter offener Stub.
Das Kabelstück ist unten also glatt abgeschnitten, ohne das Innenleiter und Abschirmung Kontakt haben.
Funktioniert so:
Alle Signale von der Antenne werden am T-Stück aufgeteilt, etwa im Verhältniss 50:50.
Das Kabelstück nach unten ist aber nicht mit Nennimpedanz (50 Ohm) abgeschlossen, sondern offen, sprich "unendlich hochohmig".
Es werden also alle Signale die von der Antenne kommen mit rund 50% Pegel in diesen Stub geleitet und am offenen Ende zu 100% (der 50%) reflektiert.
Die reflektierten Wellen wandern zurück ins T-Stück und vermischen sich wieder mit den Signalen die zum Empfänger gehen.
Es hängt nun von der Kabellänge und dessen Verkürzungsfaktor ab, bei welcher Frequenz nach Vorlauf + Reflektion + Rücklauf welchen Phasenwinkel in Relation zum Antennensignal hat.
Ist der Stub - gerechnet vom Mittelpunkt des waagerechten Anzapfpunktes im T-Stück - elektrisch exakt eine viertel Wellenlänge lang, beträgt die Phasenverschiebung am T-Stück ziemlich exakt 180°.
Theoretisch kommt es also zu einer kompletten Auslöschung einer bestimmten Frequenz.
In der Praxis, aufgrund von Timing und Kabeldämpfungen ist eine komplette Auslöschung nicht erreichbar.
Aber je nach Kabeltype sind 30-50dB Sperrdämpfung drin.
Der im Bild zu sehene Sperrstub ist auf DAB+ bei 175MHz abgestimmt und schwächt mir dieses Monstersignal um 42dB ab.
Stubs sind nebenbei erwähnt die absolut einzige sinnvolle Anwendung von solchen T-Adaptern im Funkbereich.
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser
Aha - praktisch wie Wirk- und Blindleistung..!
Was muss ich dann rechnen wenn ich die besagten Frequenz(en) raus haben will???
Lambda 1/4 von meinen 85,555 oder von ????
Geändert von Mampfred (20.02.2012 um 17:46 Uhr)
Hallo nochmal!
Mitnichten, gennau das nicht!
Sondern das andere Signal welches im Hintergrund zu hören ist.
Das muss, wenn ich deine Beschreibung richtig verstanden habe, irgendein Datensignal sein.
Sprich Pocsag, BISI, GSM, UMTS, LTE, DMR, pDMR, DAB, DVB-T, oder auch irgendwelche Telemetriegeschichten auf 2m oder 70cm.
Mit ein wenig "Funkerfahrung" kann man schon gehörmässig feststellen um welches Signalformat es sich handelt und demnach die "verdächtigen" Frequenzbereiche festzulegen, die man absuchen sollte nach exakt diesem Signal.
Und auf genau dessen Frequenz - weit abseits des 4m Bandes, setzt man dann einen Stub.
Berechnung:
Störwellenlänge = 300 / Störfrequenz.
1/4 Störwellenlänge x Verkürzungsfaktor des verwendeten Stub-Kabels.
Für normales RG58CU beträgt der Verkurzungsfaktor etwa 0,66.
Also anhand von DAB+ nen Stub für 175MHz berechnet wäre dann:
Störwellenlänge = 300 / 175MHz = 1,71m
1/4 Störwellenlänge x 0,66 = 0,282m
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser
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