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Thema: Schwerer Unfall in Bayern ! -Auto rast in Trauerzug

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Hallo,

    Zitat Zitat von Zentrale Leitstelle
    Hast Du dich schonmal in die Lage eines Verletzten versetzt oder warst du sogar im schlimmsten Fall mal selbst betroffen ??
    Das hat doch damit nichts zu tun! Die Presse darf nicht an ihrer Arbeit behindert werden. Und das Hochhalten einer Decke ist eine unnötige Behinderung. Wenn sich aber zufällig vier Feuerwehrleute dahin stellen, weil sie nix zu tun haben. Darf sich die Presse nicht beschweren.

    Seht es mal so: Ihr wollt, dass die Presse niemanden behindert, ich denke der Journalist hat nicht unrecht, wenn er sagt "kein Problem, ich will aber auch nicht behindert werden".
    Viele Grüße

    Tobias
    ---
    » Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste. «
    Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

  2. #2
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    @tobias

    die würde des Menschen ist unantastbar

    hab ich mal irgendwo gelesen klang nicht schlecht

    ich denke Zusammenarbeit zwuschen HOIRG und Presse kann ganz einfach sein

    1. Man sollte sich kennen

    2. Es sollten vereinbarungen getroffen werden z.B.

    solange wir zu tun haben bleib bitte aus der Absperrung / benutz den Tele dafür darfst du nachher vom Dach des LF / in der ausgebrannten Wohnung bilder machen

    3, Presse immer an den Pressesprecher verweisen, der sie mit Informationen versorgt. So sind sie nicht unbeaufsichtigt und fragen keinen aus

    4. bei längeren Einsätzen "Presseecken " innerhalb der (polizeilichen) Absperrung und ausserhalb des Gefahrenbereichs einrichten
    "Prüft sorgfältig bevor ihr Bewährtes ändert, aber haltet nicht an Bewährtem fest, wenn die Lage dies nicht länger rechtfertigt und die bewährte Lösung nicht den Erfordernissen der Zukunft entspricht"

    Scharnhorst

    www.fwnetz.de

  3. #3
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    die presse kennen, das geht auf ortsebene ganz gut, sobald aber was großes passiert kommen fremde hinzu.
    regelmässige pressegespräche an der unfallstelle helfen hier, auch das angebot mal über die unfallstelle zu gehen.
    behindert man die presse, so in eschede geschehen, gehen die einfach so in das gelände uns das soll doch verhindert werden.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Tobias
    Die Presse darf nicht an ihrer Arbeit behindert werden. Und das Hochhalten einer Decke ist eine unnötige Behinderung.
    So ein Quatsch! Das Hochhalten dienst der Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Patienten. Auch bei schweren Unfällen oder anderen Unglücksfällen bleibt die Würde des Menschen unantastbar. ("Irgendwo gelesen" ist gut - das steht im Grundgesetz!!!). Ausserdem darf niemand ohne dessen Zustimmung fotografiert werden!

    Gruß, Mr. Blaulicht

  5. #5
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    @ Mr Blaulicht

    ich weiß auch wo es steht

    der 2. Satz ist auch net schlecht

    "sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller stattlicher Gewalt"

    und das steht auch noch im § 5 Absatz 2

    Diese Recht finden Ihre Einschränkung ... in dem Schutz der persönlichen Ehre
    "Prüft sorgfältig bevor ihr Bewährtes ändert, aber haltet nicht an Bewährtem fest, wenn die Lage dies nicht länger rechtfertigt und die bewährte Lösung nicht den Erfordernissen der Zukunft entspricht"

    Scharnhorst

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  6. #6
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    Also eigentlich wollte ich garnicht antworten weil's eh nix bringt. Im Ernst: Erzähl bitte keine Sachen, wenn du von der Rechtslage keine Ahnung hast. Kennst du den Spruch von Dieter Nuhr?

    Zitat Zitat von Mr. Blaulicht
    So ein Quatsch! Das Hochhalten dienst der Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Patienten. Auch bei schweren Unfällen oder anderen Unglücksfällen bleibt die Würde des Menschen unantastbar. ("Irgendwo gelesen" ist gut - das steht im Grundgesetz!!!). Ausserdem darf niemand ohne dessen Zustimmung fotografiert werden!
    Hast du mal meinen Link zum Thema Rechte am Bild gelesen? Auch ein Unfallopfer gilt als relative Person der Zeitgeschichte. Mal abgesehen davon, dass ich von solchen Bildern selbst nix halte. Und die Decke hat wohl mit Art. 1 GG garnix zu tun.

    Wie gesagt, erstmal die Lage checken, bevor mal hier lostrommelt!
    Viele Grüße

    Tobias
    ---
    » Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste. «
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Tobias
    Und die Decke hat wohl mit Art. 1 GG garnix zu tun.
    Doch, hat sie. Es ist im Sinne des Patienten, NICHT in seinem Elend fotografiert zu werden. So lege ich zumindest diesen Artikel 1 GG aus, und jeder Fotograph, der sich mit von mir versorgten Patienten beschäftigt, bekommt diese Auslegung EINMAL freundlich mitgeteilt.
    Ausserdem ist die von Dir zitierte Passage dermassen schwammig formuliert, dass sie wahrscheinlich keinem Anwalt standhält.
    Aber lassen wir die Haarspalterei - schrecklich genug, was dort passiert ist!

    Gruß, Mr. Blaulicht

  8. #8
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    Folgende Hubschrauber waren vor Ort:

    Chr.22 Ulm
    Chr.32 Ingolstadt
    Chr.1 München
    Chr.München
    Chr.Nürnberg
    Chr.Regensburg
    Chr.17 Kempten
    Chr.Murnau
    SAR 46 Malmsheim
    SAR 56 Landsberg
    SAR 58 Landsberg (eigentlich für Bergeinsätze)
    3 weitere HUEY aus Landsberg
    GRH aus Laupheim
    MfG

  9. #9
    manuholder Gast

    Hallo

    Hallo zusammen,

    ich möchte dazu kurz einiges beitragen, obwohl ich mich eigentlich nicht äußern wollte.

    1. Der Einsatz ist bis auf einige Kleinigkeiten wunderbar gelaufen. Ihr müsst bedenken, dass dieser Einsatz in einem aüßerst strukturschwachen Gebiet abgelaufen ist, in welchem die rettungsdienstliche Vorhaltung sehr gering ist. Aber es ist gelungen, innerhalb kürzester Zeit Rettungsmittel aus drei Rettungsdienstbereichen zusammen zu ziehen. Eine Meisterleistung.
    Auch wenn die Bilder chaotisch aussehen, so war der Einsatz wunderbar strukuriert. (Aber Katastrohenbilder verkaufen sich eben besser). Auf das genaue Prozedere möchte ich hier nicht eingehen, aber auch das war eine Meisterleistung.

    2. Die Presse ist ein Thema für sich. Erstens war der komplette Ort eigentlich eine polizeilich abgesperrte Sicherheitszone, in welcher zur Akutphase auch die Medienvertreter keinen Zutritt haben. - Das ist auch entsprechend gesetzlich geregelt - Einige sind trozdem dagewesen, und einige haben sich eben an keinen Kodex gehalten, und während der Versorgung Schwerstverletzter voll draufgehalten oder sogar voll in RTWs reingehalten. Und das geht nunmal einfach nicht. Auf die Persönlichkeitsrechte muss ich wohl nicht extra eingehen. Also wurde hier interveniert - und es tut mir heute noch leid, dass mein ALU-Schreibbrett mir so ungünstig aus der Hand in Richtung Kameramann gefallen ist - SORRY ! ;-)

    Grüsse...

    Und bevor jetzt jemand meint ich habe keine Ahnung: Ich war als ZWEITES NEF vor Ort!

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