Hallo FME.CH

Mit der Bemerkung, dass bewusstlose nicht gezwungener Massen in die Seitenlage transpotiert gehören so lange sie nicht intubiert sind, hasst du dich jetzt aber fachlich absolut disqualifiziert.
Mein Ex-RDL hat sich sehr wohl um die FoBi gekümmert, ist in Hessen nämlich Pflicht.
Und wenn wir dann Anfangen, die Hilfsfrist zu verlängern, möchte ich aber sichergestellt wissen, dass dein RTW als erstes aus dem Bereichsplan gestichen wird. Vielleicht regst du dich ja dann so sehr über die daraus folgende Arbeitslosigkeit auf, dass dir gleich mal nen Infarkt nimmst. Schade nur, dass der RTW dann gerade die zwei Minuten zu spät kommt, die dir ein Weiterleben in einem lebenswerten Zustand gegönnt hätten...
Sorry, aber das ist ja das allererste Mal, das jemand aus der BOS-Szene auf die Idee kommt, die Hilfsfristen zu verlängern. Das machen doch sonst nur politische Entscheidungsträger. Deshalb bin ich hier eben ein wenig drastischer als sonst von mir gewohnt.
Und von wegen Wirtschaftlichkeit, du hast immer noch nicht geantwortet, was so ein junger arbeitsunfähiger Mensch die Allgemeinheit kostet. Da sind schnell bis zu 50.000 Euronen im Jahr, und dass ggf. noch 60 Jahre. Da kann man ganz schön viel Gefahrenabwehr davon bezahlen...oder auf wi viele Jahre rechnet sich eine Dorfwehr, wenn sie schweren Sachschaden verhindern.
Auch hier noch zwei kurze Beispiele:
KfZ-Brand in einem kleinen Dorf tagsüber. Die Dorfwehr und wir, benachbarte Dorfwehr mit TLF, werdenalarmiert. Die Dorfwehr bringt zwar nur zwei Mann um die Tageszeit auf die Beine, aber die hatten den PKW fünf Minuten später, als wir eintrafen, mit dem Wasser aus ihrem TSF-W gelöscht. Und das war auch gut so, da der PKW recht ungünstig unter einem Vordach stand, bis zu unserem Eintreffen hätte das Feuer mit Sicherheit darauf übergegriffen, damit wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem recht hohen Sachschaden an dem Zweifamilienhaus gekommen. Und bis zm Eintreffen der Stützpunktwehr hätte die Hütte in Vollbrand gestanden.
Und das alles wurde nur durch Kombination von Schnelligkeit und richtigem Gerät (hier: wasserführend, sonst währe der Zeitfaktor wieder drastisch gestiegen) erreicht. Geht man einfach mal von 100.000? Sachschaden aus, der so verhindert wurde, haben sich das TSF-W und auch unser noch recht junges TLF (ist erst knapp 15 Jahre alt) schon fast komplett bezahlt gemacht.
Und auch im zweiten Beispiel war der Faktor Zeit entscheident: auch hier brannte es unter einem Kunstoffvordach. Nur dadurch, dass der erste Löschangriff ca. drei Minuten nach Alrmierung erfolgte, wurde ein Übergreifen auf den Fachwerkhof mitten in der Ortslage verhindert. Keine fünf Minuten später, und der Dachstuhl wäre am brennen gewesen, so der Gutachter der Versicherung... Der Stützpunkt hätte mindestens sieben Minuten gebraucht, eher länger.

Und ja, Atemschutz gehört in jedes Dorf, oder ist das mit dem Rauchgas-Intox auch wieder nur blödes Schulgewäsch? Da zählt schon jede Minute, wenn man im Rauch eingeschlossen ist (Die nächste grössere BF wird dir mit Sicherheit die Möglichkeit geben, das mal in der Praxis zu probieren).
Und nein, Rettungssätze gibt es bei weitem nicht auf jedem Dorf.
Und es gibt auch Dorfwehren, die trotz, oder gerade, wegen weniger Einsätze um so mehr üben.

Vielleicht liegt ja das Problem daran, dass es in deiner Gegend extrem übel läuft, aber da bist du ja scheinbar auch dran beteiligt, wenn du tatsächlich in der Praxis Bewusstlose in der Rükenlage transportierst.

Und nochmal, bevor ich von so nem Profi wie dir bewusstlos in der Rückenlage belassen werde, möcht ich lieber von nem Bereitschaftshansi in die Seitenlage gebracht werden.

Nee, irgendwie kann ich dch nicht mehr wirklich ernst nehmen.

MfG

brause