Ah... dieses Phänomen nennt sich Bufferoverrun. Latenz ist, wie ich schon sagte, nur die Verzögerung vom anliegen der Daten am Eingang bis sie im Programm ankommen.

Die Digitalisierung und Speicherung in einem kleine Puffer auf der Soundkarte ist vollständig in Hardware implementiert, ist also unabhängig vom Prozessor.
Wenn dieser Puffer auf der Soundkarte voll ist, dann löst die Hardware einen Interrupt aus und die Interruptroutine im Kernel (bzw. Treiber) überträgt dann mittels DMA den Puffer der Soundkarte in den RAM.
Auch diese Vorgänge sind unabhängig von der CPU-Last. Hier geht i.d.R. nichts verloren. Das digitalisieren hat also kein Aussetzer durch hohe CPU-Last.
Der einzige Fall, in dem ein Bufferoverrun auftreten kann ist, wenn das Programm nicht genug CPU-Zeit hat um die Daten vom Treiber entgegen zu nehmen und zu verarbeiten bis der nächste "Satz" Daten vorliegt.
Aber das lässt sich durch einfach Maßnahmen weitergehen ausschließen:
-entsprechende Puffergröße wählen
-wählen der Prozess- bzw. Threadpriorität
usw.
(darum habe ich mich in der alpha-Version übrigens nicht nicht gekümmert)

>[...] aber du hast recht, ein Multitaskingsystem ist nunmal streng genommen nicht
>wirklich geeignet für Datendekodierung - zumindest unter Lastbedingungen.
Das habe ich nicht gesagt und ich behaupte sogar das Gegenteil!
Man denke nur an so komplizierte Formate wie:
-Ethernet
-WiFi
-DVB
-Videostream
...

...aber wir wollen hier mal nicht zuweit abschweifen. Ich habe mich ein wenig hinreißen lassen ;-)