Hallo,
ich erinnere da immer wieder gerne an folgenden Einsatz:
http://funkmeldesystem.de/foren/show...ight=Friedberg
Das war für diese Wehren ein Jahrhunderteinsatz, die wenigsten eingesetzten Wehren, hatten bis dato in so einem Umfang Erfahrung mit Gefahrguteinsätzen.
Ich selbst, bin bei der Ortsansässigen Wehr, dieses Ereignisses.
Anhand der Bilder kann man ja ein bißchen den austretenden Gefahrstoff erkennen, aber dennoch konnten Verletzte nicht verhindert werden.
Dieser LKW hatte weder Gefahrgutkennzeichnung noch sonstige Hinweise auf umweltgefährdende Stoffe... es roch nur wie Sau..
Es lässt sich bei einem solchen Einsatz nicht mutmaßen aus der Ferne um welchen Stoff es sich handelt, gar ob er für die Umwelt gefährdet ist.
Die Polizisten waren in der Nähe der Unfallstelle bei diesem Einsatz und dem entsprechend schnell vor Ort.
Als wir (erstes FW-Fahrzeug von der Südlichen Seite) eintrafen, klagten die Polizisten über Atemwegsreizungen.
Darauhin rüstete sich ein Trupp mit PA aus zum Erkunden. Der LKW-Fahrer, der übrigends nicht verletzt war, stand unter schwerem Schock und konnte zunächst keine Angaben über die Ladung machen. Frachtbriefe waren ebenfalls nicht auffindbar. Erst 2 Stunden später konnte durch die Spedition selbst, in Erfahrung gebarcht werden um welchen Stoff es sich hierbei handelte.
Sicherlich ist damals das ein oder andere Verbesserungswürdig gewesen, aber wie bereits gesagt, keines dieser eingestezten Wehren (und das aus einem ganzen Kreis) hatte bis dahin mit so etwas Erfahrung gehabt.
Im Verlaufe des Tages waren dann insgesamt 2 GG-Züge (aus dem Hochtaunus und Wetteraukreis) dort eingesetzt.
Durch Kräfte aus Gießen, der BF Frankfurt und InfraServ wurde man dann später bei der Beseitigung unterstützt.
In unmittelbarem Gefahrenbereich durfte man sich nur mit Voll-CSA bewegen.
Die Feuerwehr-Leute die ursprünglich alarmiert wurde (Bad Homburg) aber dann wegen des rießen Stau's nicht zur Unfallstelle von Richtung SÜDEN her durch kam, liefen die letzten Meter zu Fuß an die E-Stelle. Sie bindeten zunächst den ausgetretenen Stoff.
Nach 20min klagten die ersten über Reuzungen der Atemwege und Schmerzen in den Augen.
Insgesamt wurden um die 15 Feuerwehrleute ambulant am gleichen Tag in verschiedenen Krankenhäusern behandelt. Nach gründlichem Ausspülen konnten Sie die Klinik glücklicherweise wieder am selben Tag noch verlassen..
Ich wollte jetzt hiermit nicht den Einsatz dokumentieren was man hätte besser machen können, aber ich wollte Euch auch mal zeigen wie so etwas ablaufen kann.
Sicherlich mag' es eine Ausnahme sein, das ausgerechnet der LKW keine Kennzeichnung und Ladungspapiere mit sich führte das normalerweise der Fall ist, aber ein Risiko bleibt die ganze Sache immer..
Und speziell bei solchen Firmen um die es hier im Thread geht, halte ich es bei bestimmten Meldungen für erforderlich einen GG-Zug in den Alarmplan zu integrieren, sofern die ortsansässige Wehr und auch die in umittelbarer Nachbarschaft, nicht ausreichen über Austattung und Kenntnis bei solchen Einsätzen verfügt..




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