Wieso ändert sich das Funkkonzept, wenn einer meint die Rufnamen ändern zu müssen?
Wieso ändert sich das Funkkonzept, wenn einer meint die Rufnamen ändern zu müssen?
Das Funkkonzept folgt immer dem Führungskonzept und nie umgekehrt. Warum sollte sich das also von analog auf digital ändern?
Unser Konzept: Im TMO werden die vorhandenen Funkrufnamen des 4m-Bereiches weiterhin genutzt. Im DMO nutzen wir weiterhin die Funktionsrufnamen analog des 2m-Bandes. Da das aktuelle Funkrufnamenkonzept (RLP) des Landes sich bisher nicht geändet hat, sehe ich keinen Anlass voreilenden Gehorsam zu leisten ...
Gruß
Eifelfunker
Ganz genau. Nur, wie hier nachzulesen ist, wird der Einsatzstellenfunk in jeder Wehr anders strukturiert/durchgeführt wird.
Da durch die neuen Kennungen bzw. Funkrufnamen der Handfunkgeräte die Möglichkeit besteht das eigene Konzept zu überarbeiten und ggf. mit anderen Wehren abzugleichen möchten wir diese Chance natürlich nutzen und unsere Erfahrungen der besagten Arbeitsgruppe zukommen lassen.
Damit es ein bisschen verständlicher ist worauf ich hinaus möchte an dieser Stelle ein paar Beispiele:
Wenn wir mit der BF HH zusammen arbeiten heißt es "Fahrzeugführer".
Wenn wir mit einer Wehr aus SH einen Einsatz haben ist es ein "Gruppenführer".
Wen ruft man wie:
Angriffstrupp will Rückmeldung geben:
"Gruppenführer 44/2 von Angriffstrupp 44/2 ..."
"Gruppenführer 44/2 Anton von Angriffstrupp 44/2 Anton ..."
"Gruppenführer von Angriffstrupp ..."
"Hans von Peter ..."
"Gruppenführer LF von Angriffstrupp 1 ..."
Verschiedene Rufgruppen:
Atemschutztrupps + GruFü bekommen einen Funkkanal und der Rest einen anderen
Führung/Einsatzleitung bekommt einen Funkkanal und der Rest einen anderen
Abschnitt 1 bekommt einen anderen Kanal als Abschnitt 2
Als Beispiel für ein neues Konzept könnte ich mir z.B. vorstellen, dass die Funkgeräte für Gruppenführer, Maschinisten und Mannschaft nach einem festen Schema gekennzeichnet werden.
So dass man den Gruppenführer z.B. immer unter-A und den Maschi unter -B erreicht.
Da man sich aber unendlich viele Aufteilungen, Rufnamen, Bezeichnungen und Kennungen ausdenken kann würde mich interessieren wie ihr das bei euch handhabt.
Also ... Im 4m-Band/TMO arbeiten wir mit den "normalen" Funkrufnamen, z. B. Florian Musterstadt 47.
Im Einsatzstellenfunk (2m/DMO) nutzen wir Funktionskennungen wie folgt:
Gruppenführer Musterstadt
Angriffstrupp Musterstadt
Sicherheitstrupp Musterstadt
Atemschutzüberwachung Musterstadt usw.
An der E-Stelle nutzen wir getrennte Kanäle im 2m/DMO (ggf. auch 4m E-Stellenkanal bei größeren Einsätzen):
Kanal xy: Alle Führungskräfte, Einsatzleiter, Abschnittsleiter, Einsatzleiter, ELW1 -> Führungskanal, analog gibt es jetzt eine eigene Gruppe TMO für Führung
Kanal z: Arbeitskanal und bei größeren Einsätzen Kanal Abschnitt 1
Weitere getrennte Arbeitskanäle für jeden weiteren Abschnitt (z. B. Wasserversorgung)
Dabei gilt: Abschnittsführer müssen zwei Geräte tragen, einmal Führung, einmal Arbeitskanal
Im Digitalfunk haben wir die Geräte (HRT) nun gekennzeichnet (schmaler farbiger Streifen Schrumpfschlauch Antenne). Das geschieht analog der Führungskräftekennzeichnung mittels Funktionswesten. Blau = GF, Rot = ZF, Weiß = Abschnittsleiter usw. Die Führungsgruppe ist hier schon fest eingestellt.
Gruß
Eifelfunker
Weil bei uns die Führungskräfte farbige Funktionswesten tragen und sich dann direkt das richtige HRT schnappen können (Farbe Markierung enstpricht Farbe Funktiosnweste) und auf dem Gerät direkt die richtige Gruppe (Führung) eingestellt ist.
Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass man im Einsatz möglichst wenig umschalten sollte.
Aus der bisherigen Erfahrung kann ich sagen, dass un ser Konzept sehr gut in der Praxis funktioniert
Gruß
Eifelfunker
@überhose: Das ist RLP-Gebiet... Da sind alle Gruppen auf den Nicht-Pol BOS Geräten immer und überall drauf ;)
MfG Fabsi
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