Hallo!
EZI? Aber auch egal, scheint eben ein Uniden der unteren Preisklasse zu sein.
Die Frequenzen sollten dich aber dringend interessieren!
Zum einen kannst du ohne das Wissen über Frequenzen und Frequenzbereiche schlichtweg garnichts mit einem Scanner anfangen.
Zum anderen weist du nichtmal was genau deine abgeschriebene Aufzählung bedeuten soll/kann:
EMG Notdienste (EMG)...kann alles heißen! Uniden meint damit offensichtlich Frequenzen, wo gewöhnlich in irgendeinem US-Bundesstaat der Rettungsdienst funkt. Für deutsche oder europäische Bereiche hat diese bezeichnung keinerlei Sinn.
FRN Freenet (CB-Funk)...AUA! Was anderes kann man da nicht zu sagen. Mit Freenet meinen die eventuell wirklich die deutschen Freenet-Kanäle im 2m band bei 149MHz. Keinesfalls aber CB-Funk im 11m Band. Merke: CB-Funk (27MHz) beherrschen nur wenige Scanner, eher der gehobenen Preisklasse.
VHF-LO & VHF-High sind auch nicht wirklich genormt:
Mit VHF-HI kann beispielsweise unser 2m Band (140~174MHz) gemeint sein, seltener aber auch der Bereich 230-280MHz grob, womit man in Europa nix wirklich anfangen kann.
VHF-LO ist da auch ähnlich: Es kann unser 4m Band gemeint sein (68-88MHz), aber manchmal auch der bereich 30-60MHz.
Kurz und knapp auf den Punkt gebracht:
Schaue nach den Frequenzbereichen, nur dann erkennst du was das Teil abdeckt und was nicht.
Wie oben bereits angedeutet: Erwarte nicht das du mit deinem Scanner tatsächlich CB-Funk im 27MHz Band empfangen können wirst.
Das ist normal und Absicht vom Hersteller.
Scannerantennen sind generell "undefinierte Antennen"...also Gummiwürste mit irgendwas aufgerolltem drahtigem da drinnen. Wo sowas resonannt ist, wenn überhaupt, sieht man erst wenn man sie an einen SWR-Analyzer hängt.
Will man auf einem Lieblingsband (beispielsweise 2m Band) den Empfang verbessern, kann man eine Antenne für 2m-Betriebsfunkgeräte nehmen.
Das verbessert den Wirkungsgrad im 2m Band etwas, allerdings werden andere Bänder dann etwas schlechter vom Empfang.
Gibt es nicht!
Es gibt physikalische Tricks wie man extrem breitbandige Antennen bauen kann, allerdings ist das definitiv nix mehr für den Selbstbau. Geben tut es sowas als Meßantennen für EMV-Labore.
Aber in bezahlbar käuflich, oder gar zum selbstbau geeignet, gibt es nichts was die Physik hergibt.
Selektive Monobandantennen sind problemlos baubar, aber Mehrresonanzantennen sind dagegen derart kritische Konstrukte, das ein Selbstbau sich quasi ausschließt.
Vergiss es...alles was es an Scannerantennen zu kaufen gibt, kann garnicht wirklich funktionieren. Also nicht resonannt wie Antennen arbeiten sollten, sondern eben nur als "Draht mit undefinierter Länge in freier Luft".
Das Produktbild was du angehängt hast ist soein Beispiel!
Packt man unterschiedliche Strahler (unterschiedliche Längen, jeweils für einzelne Frequenzbereiche dimensioniert) zu dicht zusammen, dann funktioniert das schon aus zwei Gründen nicht:
1.: Die Antennen sind räumlich so dicht zusammen das sie sich kapazitiv derart heftig beeinflussen, das sich alle Strahler HF-mässig kurzschließen! (Damit solche Strahler sich nicht mehr beeinflussen braucht es einen Abstand von mindestens Lambda/4, besser noch Lambda/2)
2.: Die einzelnen Strahler sind am Fußpunkt einfach parallelgeschaltet über die Bodenplatte. Ganz ohne Frequenzweiche oder Koppler. Es entsteht somit am Fußpunkt eine enorm komplexe Mischimpedanz und chaotische Phasenwinkel, wo keine wirklichen Nutzleistungen mehr zu erwarten sind.
Wer sich den sprichwörtlichen "Draht-Kleiderhaken" kunstvoll verbiegt und an sein Scanner heftet bekommt meißt eine Antenne die mehr bringt als solche "Scannerantennen" zu einem Preis von vielleicht einem 100'stel dessen was soeine "Scannerantenne" kosten würde.
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser





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