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Thema: Funkamateure in HiOrgs

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Zitat Zitat von Florian Feuerbaer
    Ist recht, Herr Sprecht...

    Zum Thema:
    Ich bin der Meinung das Amateurfunker nichts auf dem BOS Band zu suchen haben. Die können gerne in diesen Notlagen mit ihren Geräten und Ihrem Netz zusätzlich arbeiten und helfen, aber nix auf BOS und als Ersatz.
    Nicht das ein Sparfuchs dann noch weiter in seinen Reserven streicht, weil er weiß das ja leute privat richtig Geld investieren und Geräte vorhalten...
    Wer hat denn etwas davon gesagt dass Funkamateure ihre Geräte auf BOS-Freuquenzen betreiben soll?
    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los dass mich entweder die wenigstens verstehen oder eher nicht verstehen wollen. ;-)

  2. #2
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    Zitat Zitat von 21/10
    Wer hat denn etwas davon gesagt dass Funkamateure ihre Geräte auf BOS-Freuquenzen betreiben soll?
    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los dass mich entweder die wenigstens verstehen oder eher nicht verstehen wollen. ;-)
    Nene, du verstehst den Vorschlag hier nicht...

    Die Funkamateure sollen ihre Geräte NICHT und ich wiederhole NICHT auf BOS-Frequenzen betreiben...

    Lediglich mit ihren Geräten auch IHREN Frequenzen die BOS-Frequenzen ENTLASTEN mit sachen wie "Verpflegung" usw...

    MfG Fabsi

  3. #3
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    Für die Dinge, die die Afu übernehmen könnten, gibt's auch schon so lustige Erfindungen wie Telefon (sofern noch funktionierend), Melder, Lotsen...

    Zitat Zitat von 21/10
    Ich habe der IG FiH diesen Vorschlag schon letztes Jahr gemacht. Dort gab es kein Interesse.
    Nochmal meine Frage: Wie lautete deren Antwort? Nur "kein Interesse", oder mit Begründung?

  4. #4
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    Wir haben im DRK-Kreisverband Ulm schon seit Jahren eine Kommunikationsgruppe mit ca. 10 Funkamateuren, die die
    Rettungsdienste bei Großveranstaltungen und Übungen mit
    Sprechfunk, Datenfunk und TV-Übertragungen auf AFU-Frequenzen und mit eigenen Geräten unterstützt.
    Im Bedarfsfall wird auch BOS-Sprechfunk durchführt.
    Auch bei Realeinsätzen (Evakuierungen etc.) hat sich die Zusammenarbeit
    bestens bewährt.
    Siehe auch http://www.mydarc.de/df2dr

    Gruß
    Rolf

  5. #5
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    Zitat Zitat von überhose
    Nochmal meine Frage: Wie lautete deren Antwort? Nur "kein Interesse", oder mit Begründung?
    Ich habe die Mail natürlich nicht mehr und kann mich an den genauen Wortlaut auch nicht mehr erinnern. Ich meine der Gute war Feuerwehrmann und hat den taktischen Nutzen diese beiden Funkdienste irgendwie zu koppeln nicht für gegeben gehalten. Ich muss ihm da auch in gewisser Hinsicht recht geben. Kein regulärer Einsatz der Feuerwehr (Feuerwehr -> Feuer aus machen) kann so groß sein dass man nicht mit regulären BOS-Sprechfunkmitteln die Sache abarbeiten kann. Doch auch da gibt es durchaus Unterstützungsmöglichkeiten. Ich denke da an Sachen wie z.B. SSTV.
    Man muss sich nur mal öffnen und sich konkret mit solchen Dingen beschäftigen. Viel zu oft gibt es ja leider noch die typische "Mein Feuer - dein Feuer" und "Wir löschen UNSER Feuer selbst"-Mentalität.

  6. #6
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    Ich bring jetzt einfach mal ein konstruiertes Beispiel:

    Irgendwo in Deutschland tritt ein großer Fluss über seine Deiche auf einer relativ großen Länge. Entlang des Flusses funktionieren nach einer Woche weder Telefon noch Handy oder Fax und schon gar keinen Strom um die Geräte überhaupt zu betreiben.

    Was nutzt mir dann noch die größte unabhängige Telefonanlage auf den ELW's oder in der Leitstelle, wenn die Wurzeln fehlen?

    Spätestens dann ist die Kapazitätsgrenze im BOS-Funk erreicht bzw. überschritten und 200 km Feldkabel mit den entsprechenden Vermittlungsstellen werden die wenigsten vorhalten.

    Wenn sich jetzt ein paar wenige Amateurfunker bereiterklären mit einfachsten Mitteln (SSTV, RTTY, FAX oder PR um mal einige zu nennen) funktionierende Datenverbindungen aufzubauen, mit Hilfe derer wichtige einsatzrelevante Daten zwischen den EAL oder UAL ausgetauscht werden, dann ist schon sehr viel gewonnen (und jetzt kommt keiner, dass man dazu nen Rechner ohne Strom net betreiben könne, denn wir leben in einer Zeit, in der man ohne weiteres Notebooks auftreiben kann und diese an einem Stromerzeuger betreiben könnte).

    Das jetzt im "normalen" Einsatz dies keine große Rolle spielt sollte jedem bewusst sein.

    Ausserdem hat der Amateurfunk den Vorteil, dass dieser meist unabhängig von Landesgrenzen ist und auch von vielen HiOrgs im Auslandseinsatz genutzt wird, wo z.B. schon von vorneherein eine sehr schlechte oder gar keine Infrastruktur bezüglich Kommunikation vorhanden ist.
    Kameradschaft heißt, dass der Kamerad schafft....
    Beim Verlassen der Wohnung nach Alarm bitte Gehirn nicht vergessen!
    Denken, drücken, (warten), sprechen!

  7. #7
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    Zitat Zitat von fwmorpheus
    Spätestens dann ist die Kapazitätsgrenze im BOS-Funk erreicht bzw. überschritten und 200 km Feldkabel mit den entsprechenden Vermittlungsstellen werden die wenigsten vorhalten.

    Wenn sich jetzt ein paar wenige Amateurfunker bereiterklären mit einfachsten Mitteln (SSTV, RTTY, FAX oder PR um mal einige zu nennen) funktionierende Datenverbindungen aufzubauen, mit Hilfe derer wichtige einsatzrelevante Daten zwischen den EAL oder UAL ausgetauscht werden, dann ist schon sehr viel gewonnen (und jetzt kommt keiner, dass man dazu nen Rechner ohne Strom net betreiben könne, denn wir leben in einer Zeit, in der man ohne weiteres Notebooks auftreiben kann und diese an einem Stromerzeuger betreiben könnte).
    Mir stellt sich hier nur die Frage warum das die BOS nicht können wollen.

    Warum sollen denn die wenigen noch fähigen (Sorry - ist aber so) AFUs die Dinge übernehmen die bei uns keiner machen will? Warum laufen denn immernoch sooo viele 7b´s - Sind zwar gute Geräte aber nach knapp 50 Jahren kann ich nicht erwarten dass ich mit sowas noch einen Krieg gewinnen kann. Und ihr glaubt gar nicht wie viele von den Kisten immernoch zur Reparatur kommen.

    Warum wird und wurde kein Geld für den Ernstfall ausgegeben? Solange nichts passiert kostet das immer alles zuviel und dann wenns Ernst wird ist das Gejammer immer groß - Warum haben wir nicht... hätten wir doch....
    Wenn ich nur in viele ELWs schaue - 2m Feststationsgeräte - viel zu teuer, naja bauen wir eben ein altes HFG ein... 4m - da liegt noch irgendwo ein altes 7b rum - das könnt ihr doch nehmen.

    HFG - gutes Stichwort: Wenigkanalgeräte - meist nur einer - findet man leider immer noch viel zu häufig. Das man da im Ernstfall keine Kommunikation vernünftig strukturieren kann ist doch klar.

    Fax per Funk geht auch mit BOS Geräten - warum macht das keiner?

    Kurzwelle gibt´s auch für die BOS - fast alles abgebaut...

    8m Band - hervorragend geeignet für weitere Verbindungen - gibt´s nicht mehr.

    Ich denke hier könnte man noch ewig weitermachen aber ich glaube nicht dass man der Obrigkeit mit solchen Mitteln auch noch Recht in ihrer Sparpolitik geben sollte.

    Und wenn ich mir nicht mehr helfen kann, dann schließ ich Plus an Minus an.

    http://www.ugsanel-erh.de

  8. #8
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    Zitat Zitat von HFT Reichert
    Warum laufen denn immernoch sooo viele 7b´s - Sind zwar gute Geräte aber nach knapp 50 Jahren kann ich nicht erwarten dass ich mit sowas noch einen Krieg gewinnen kann. Und ihr glaubt gar nicht wie viele von den Kisten immernoch zur Reparatur kommen.
    Mal bissel OT... Aber ich mag die 7b's... wir haben die extra (und auch nur noch da) in den beiden Gerätewagen verbaut... Um in Ernstfall auchmal die schöne RS1-Funktion nutzen zu können ;)
    Ok, kann das TX9 auch... aber EADS nimmts unmal wirklich von den Lebenden :)

    Selbstverständlich ist es nicht sonderlich sinnvoll, solch ein Gerät in einem ELW Neu zu verbauen... da geb ich dir vollkommen recht ;)

    MfG Fabsi

  9. #9
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    Zitat Zitat von fwmorpheus
    Irgendwo in Deutschland tritt ein großer Fluss über seine Deiche auf einer relativ großen Länge. Entlang des Flusses funktionieren nach einer Woche weder Telefon noch Handy oder Fax und schon gar keinen Strom um die Geräte überhaupt zu betreiben.
    Das Beispiel passt schon nach dem zweiten Satz nicht mehr. Was muss nach einer Woche noch groß geregelt werden, was nicht über den BOS-Kanal laufen kann? Evakuierungsmaßnahmen noch nicht beendet, Versorgung der Bevölkerung läuft nicht? Aua! Bei der Vorsorge, die privat heutzutage getroffen wird, minimiert sich der Regelungsbedarf mit der Zeit quasi von selbst, wenn der KatS nicht läuft.
    Davon ab, es gab mal einigermaßen gut ausgerüstete und ausgebildete Fernmeldeeinheiten im KatS, die würden ein entsprechendes "Notnetz" in weitaus weniger als 1 Woche in Betrieb setzen. Und auch die Telekom/frühere Post hatte entsprechende Einheiten. Und die Bundeswehr entsprechende Kapazitäten (falls die nicht gerade irgendwo am Hindukush damit unser Land verteidigen...).

    Wie singen die Fanta's? "Es könnte alles so einfach sein..."

    Natürlich kann man dutzende Szenarien erfinden, wo Afu wertvolle Hilfe leisten können. Bislang hat noch jedes Konzept funktioniert, solange es nicht real eingesetzt werden musste. Planungen, die den Einsatz von privaten Geräten im KatS voraussetzen, ohne Kenntnis des Zustandes, der Anzahl... der Geräte, bringen den KatS schlicht und ergreifend nicht weiter.

  10. #10
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    Zitat Zitat von überhose
    Natürlich kann man dutzende Szenarien erfinden, wo Afu wertvolle Hilfe leisten können. Bislang hat noch jedes Konzept funktioniert, solange es nicht real eingesetzt werden musste. Planungen, die den Einsatz von privaten Geräten im KatS voraussetzen, ohne Kenntnis des Zustandes, der Anzahl... der Geräte, bringen den KatS schlicht und ergreifend nicht weiter.
    Deswegen sind die meisten MANV-Pläne genauso wertvoll wie irgendwelche KatS-Pläne die vor 400 Jahren mal wg. Reaktorunfällen erstellt worden sind.

  11. #11
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    Cool, jetzt sogar mit einem Experten direkt vor Ort!

    Da will ich gleich fragen: Hast du Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit BOS?
    Schöne Grüße,
    abc-truppe
    Mod-Team
    (Kleinanzeigen, Off-Topic)

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