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Thema: Digital Alarmierung 2007 in Bayern?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Der große Fixpunkt WM ist leider vorbei, jetzt kann man die Sache etwas ruhiger angehen bzw. vergisst sie auch als Politiker leichter voran zu treiben.
    Ich denke, dass sich da so schnell nichts mehr tun wird. Schon alleine die Finanzlage lässt es gar nicht zu.

    In Thüringen, um genauer zu sein, in Suhl wurde vor kurzem ein riesen großes Gefahrenabwehrzentrum eröffnet. Unter anderem mit einer ILST.
    Diese hat zwar Softwaretechnisch die möglichkeit einmal auf Digital umzusteigen, aber daran glauben tut so schnell keiner. Dort wurden jetzt erstmal mit einführung der ILST tausende von Euros in Displays für alle Fahrzeuge gesteckt.

  2. #2
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    Dig.Funk

    selbst in Bayern wurden dieses Jahr viele KTW usw. mit Daten Display der Fa. Carls nachgerüstet und dies alles auf Basis des 4m Funks----

    Neueste Errungenschaft--ooohhhhh

    und die Taxis fahren damit schon seit über 20 Jahren durch die Gegend -

    da kann man sich nur wundern

  3. #3
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    Die Displays kann man zum Einen ja nachnutzen, wenn man das entsprechende Interface benutzt, die derzeitigen Tetra-Fahrzeuggeräte haben ja nur sehr kleine Displays. Und zum Anderen sind das ja keine übermäßigen Investitionen. Der aktuelle Fuhrpark wird eine Umrüstung auf TETRA sowieso nicht erleben.

    MfG

    Frank

  4. #4
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    Ja klar kann man die weiter nutzen, aber es hätte jetzt nicht sein müssen. Das Geld lieber sparen und dafür Digital vorantreiben.

    Der nächste Fuhrpark erlebt es auch nicht, da bin ich mir ziemlich sicher.

  5. #5
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    Was willst Du von Nutzerseite aus vorantreiben?
    Solange das Theater mit DB Tele(proble)matik nicht geklärt ist, gibt es niemanden, der das Netz errichtet.
    Der Einbau der Endgeräte ist dann ein Kinderspiel.

    MfG

    Frank

  6. #6
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    Ich denke schon, das ich als nutzer, sprich als Zweckverband einen gewissen Druck ausüben könnte. Dazu müsste man sich aber auf Nutzerseite zusammentun, und das gelingt ja schon beim Gebietsübergreifenden Alarmieren oder Arbeiten sehr selten.

  7. #7
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    Eine der vielen Änderungen, die auf uns zukommen, ist die geänderte Netzherrschaft. Der Landkreis/der Zweckverband ist dann nur noch Nutzer einer Infrastruktur, die das Land zur Verfügung stellt.
    Mal eben eine Ausschreibung machen und irgendwo einen neuen Standort errichten, um die Abdeckung zu verbessern, ist dann nicht mehr.

    Das Ganze ist primär ein "Polizeifunknetz", das die nichtpolizeilichen BOS mitnutzen dürfen. Ist mehr oder minder unverblümt auch in den vielen Publikationen so formuliert.

    MfG

    Frank

  8. #8
    relaisfunkstelle Gast
    @ benny211 + brkbaby + cockpit + felix000 ...

    guckst du
    https://www.bayern-ils.de/ILSWebseite/index.php

    kurz zu tetra in d:

    eads/nokia/siemens wurden mit errichtung eines tetra-rumpfnetzes für d beauftragt. derzeitiger kolportierter fertigstellungstermin mit ende 2010 angegeben.

    die db tele(proble)matik ist eine andere geschichte. die sollen quasi als netzbetreiber weiteres in die wege leiten. doch die aktuelle konzipierung sprengte alle ersten kostenschätzungen. dh viel zu teuer und logistisch ungelöst. dh die errichtung des tetra-rumpfnetzes wird dzt nicht mit full power forciert, weil seitens db telematik sowie - weiterer aspekt - seitens der länder dzt auch keine einheitliche vorgehensweise erkennbar ist. das macht die ganze (finanzierungs)situation nicht wirklich leichter.

    zu bay:

    derzeitiges konzept im wesentlichen: 13 ils im bundesland, eine lls (lehrleitstelle in geretsried) und die derzeitigen kreiszentralen sollen quasi im grosschadens- oderkatfall aktiviert werden. werden im tagesgeschäft über systemfortware als quasi (externe) wache geführt, welche dann im bedarfsfall aktiviert/alarmiert werden kann und die einsatzabarbeitung dann eigenständig ausführen kann. dh 112 geht dann temporär (!) für diesen bereich in die entsprechende kreiszentralen. dass dieses konzept natürlich den kreiszentralen-betreibern und -bediensteten nicht gefällt liegt in der natur der sache. doch genau hier sind die logistischen, (feuerwehr-) und(rettungsdienst-)politischen knackpunkte. kein einheitliches, ausgereiftes konzept und schon gar keine einheitliche vorgehensweise und meinung der ff- und rd-herrschaften ...

  9. #9
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    Zitat Zitat von relaisfunkstelle
    ...13 ils im bundesland...
    ausführen kann. dh 112 geht dann temporär (!) für diesen bereich in die entsprechende kreiszentralen.
    ??? sorry, wo kommt das denn her?
    Hier werden sie repariert
    www.funk-werkstatt.de

  10. #10
    relaisfunkstelle Gast
    @tm112

    das sind konzept-fakten

  11. #11
    relaisfunkstelle Gast
    @ abc-truppe

    also eine zwischen(zeitliche)lösung umrüstung auf digitale alarmierung bevor der ils-ausbau in bay nicht steht ist nicht geplant - zumindest nicht seitens des staatsministeriums. das wäre nicht zielführend und obendrein sogar eine ressourcenverschwendung. manche (kreis)leitstellen hätten tendenzen dahingehend, doch wiegesagt: kontraproduktiv.

    stichwort netzherrschaft von f64098 ist ein gutes. fakt ist dass das bundesweite tetra-(bos)rumpfnetz quasi bundessache ist, sprich nutzniesser in puncto frequenznutzungen und priorität sind bundespol, zoll udgl - also alle bundesdienststellen. diese forcieren dann wieder topografisch abhängigen weiteren netzausbau für ihren bereich. in weitere folge beteiligen sich die bundesländer ihrerseits im interesse des rettungs- und feuerwehrwesens am künftigen tetra-netz durch errichtung der notwendigen infrastruktir, sprich leitstellen. in bay ist man einen ersten schritt gegangen mit konzeptionierung der ils. diese sollen künftig das tagesgeschäft übernehmen, dh notrufannahme, alarnierung und einsatzbetreuung und nachbearbeitung wie gebührenverrechnung etc. dies bringt auch eine reorganisation und umstrukturierung mit sich - um nicht zu sagen es erfordert aus kosteneffizienzgründen eine umstrukturierung. diese schlägt sich ua auch in errichtung der ils zur (finanziellen) entlastung der kreiszentralen nieder. dass dies rd- und feuerwehrpolitisch natürlich höchst unumstritten ist, das ist eine andere geschichte und trifft in erster linie der organisationen selbst. viele kreiszentralen haben existenzängste, versuchen ihre eigene infrastruktur vermeintlich auf vordermann zu bringen oder ihr "eigenes" konzept zu finanzieren. doch dies erscheint im hinblick auf gesamtkonzept problematisch.

    und die frage ist auch noch, ob sich zukünftig pocsag- oder tetra-alarmierung etablieren wird. oder ob beides parallel existieren wird, wovon dzt eher auszugehen ist ...

  12. #12
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    Zitat Zitat von relaisfunkstelle
    und die frage ist auch noch, ob sich zukünftig pocsag- oder tetra-alarmierung etablieren wird. oder ob beides parallel existieren wird, wovon dzt eher auszugehen ist ...
    Meine Frage nach einer Redundanz und/oder Rückfallebene bei Ausfall eines Sennderstandorts/der Infrastruktur konnte nach wie vor nicht beantwortet werden. Die Konzentration aller Kommunikationswege auf ein einziges System ist hirnrissig und gefährlich!
    Auch im Interesse eines flexiblen/eigenverantwortlichen Netzausbaus, ist die Alarmierung über POCSAG/2m-Band unverzichtbar.

    MfG

    Frank

  13. #13
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    Zitat Zitat von relaisfunkstelle
    @tm112

    das sind konzept-fakten
    Alle Achtung, da kennt sich aber jemand aus ;-)

    1) Kurz mal nachgerechnet: 25 ILS + 1 ILLS = 26
    2) Eine KEZ wird keine Notrufe annehmen
    i) weil sie kein fester Bestandteil des ILS-Verbundes ist und damit keine Möglichkeit besteht neue Einsätze ins System aufzunehmen oder zu alarmieren
    ii) weil es nicht ihre Aufgabe ist (i.S. einer AFüSt)
    iii) weil es dafür die ANA in der ILS gibt
    Quellen: ILSG, BayStMI und Projektunterlagen Ing.-Büro Bergmann

    Bitte sei so nett und lass durch unbestätigte Gerüchte nicht Leute von was träumen, was im Leben nicht durchsetzbar ist. Ein Konzept, geschweige denn Fakt ist es sicher nicht - zumindest nicht in Bayern.
    Hier werden sie repariert
    www.funk-werkstatt.de

  14. #14
    relaisfunkstelle Gast
    @ tm112

    deine quellenangaben treffen zu.

    was meinst du mit ein konzept geschweige denn ein fakt ist es sicher nicht, zumindest nicht in bay? wie kommts zu dieser formulierung, wenn du das papier kennst?
    ;-)

    ana war gut.


    kreiszentrale wird quasi als (externe) wache im system geführt und bei erfordernis dann alarmiert - sprich wie wache oder sonderfahrzeug am touchscreen ausgewählt, alarmiert ... und dann geht los ...

    ich streue keine unbestätigten gerüchte.

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