Naja, mit passendem Flußmittel unter Infrarot geht das aber auch gut ohne Blei unterzumischen ;)
Ahhh, ich dachte eigentlich das ich da mal was gelesen hatte, hab die Tage aber nur die aktuelle Preisliste von Swion rein gesehen. Da steht der nicht mehr drin... (Wobei das natürlich auch daran liegen kann, das die den Preis dafür nicht angepasst haben in der Zwischenzeit *g*)
MfG Fabsi
Nur ein kleiner Hinweis zum ROHS:
Nach der geltenden Richtlinie 2002/95/EG gilt: Bei Reparaturen von Menschenhand sind die erhöhten Schmelztemperaturen und die Eigenschaften des bleifreien Lötzinns problematisch. Daher dürfen sie weiterhin mit bleihaltigem Lötzinn ausgeführt werden.
Quelle Wikipedia.
Also den IC auf die Platine löten wäre bei uns in der Arbeit kein Problem. Unser Techniker hat schon wesentlich kleinere Beinchen auf ne Platine gezaubert. Fraglich ist halt ob es den IC mit der Firmware drauf schon zu kaufen gibt oder man eben die Firmware irgendwo herbekommt.
Hallo!
Aua...ja. Aber auf den allermeißten heutigen ROHS-Boards gibt das eine Zeitbombe.
Denn es ist mehr als Unwarscheinlich das wirklich ras bleifreie Restlot auf dem Pad hinreichend mit dem Bleilot durchlegiert beim Lötvorgang.
Und wenn nur eine Lötverbindung aus zwei Bereichen bestehen die nur augenscheinlich verbunden sind, kommt das Gerät früher oder später wieder zurück.
Das schlimme daran ist, das solche fiesen Boards die mal bleihaltig nachgepfuscht wurden, kaum wieder in den ROHS-Zustand zurücksetzen lassen, egal wieviel Flussmittel und Entlötlitze man da drüber kippt/rubbelt.
Daher: RoHS-Boards immer ganz penibel nach Servicevorschrift des Herstellers und möglichst auch den vom Hersteller bestimmten Lötmittel löten.
Hatte schon mehrfach Lazarus-Boards (aktuelle GP340/360/380-Familie) auf dem Tisch wo offensichtlich bleihaltig nachgepfuscht wurde. Die mehrzahl dieser Geräte ging als irreparabel zurück an die Kunden, weil mutmaßliche 2-3 Arbeitstage nötig wären bei nur 10%iger Erfolgschance. Und in Arbeitsstunden ausgedrückt ist das definitiv ein Totalschaden.
ROHS löten und reparieren geht, aber eben halt nicht mehr problemlos mit der Lötausrüstung eines jeden Hobbytechnikers.
Und Hersteller die auf Repariebarkeit und Servicefreundlichkeit wert legen (z.B. Motorola, Vertex, Swissphone) achten schon darauf jeweis aktuelle und nachlötbare Lote zu verwenden, und nötige Lote/Flußmittel und mehr als Ersatzteile zu liefern.
Bei Billigherstellern sucht man hingegen vergeblich nach aussagekräftigen Servicemanuals mit Lötvorschriften und den Ersatzteilnummern der nötigen Lote, oder deren chemische Zusammensetzung.
Grüße aus Dortmund
Jürgen Hüser
@ MeisterH
Darf ich mal fragen wie Du den defekten Prozessor auslöten würdest?Das macht man mit Heißluft/Infrarot und einem Preheater,der die Leiterplatte von unten her vorwärmt.Hitze "auch von unten" ist bei ROHS- Leiterplatten eigentlich Pflicht da auch der Kleber zwischen den Layern ein anderer ist wie früher und die Leiterplatten bei zu großer Hitze schnell einen "Bauch" bekommen.Aber bleihaltiges Lot hat dort trotzdem nichts zu suchen. Wie gesagt: Wer kann der kann,wer´s nicht kann gibt das Gerät lieber jemandem der sein Handwerk versteht...
M
Fundstück aus einer Einbauanleitung eines ATX - Netzteiles:
"Connect the Motherboard with the powerport"
Übersetzung: "Verbinden sie das Mutterbrett mit dem Krafthafen".
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