Ergebnis 1 bis 15 von 79

Thema: 21-Jährige gefeuert, weil sie beim Feuerwehr-Einsatz war

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Registriert seit
    12.11.2002
    Beiträge
    73
    Der Firmenchef ist Führungskraft der Gesamtfeuerwehr.Er selbst prädigt immer das Firmen ihre Leute los lassen sollen wenn sie gebraucht werden.Das Ende vom Lied war das der Kamerad ausgetreten ist um seinen Job zu behalten.

    Der ist witzig, der rationalisiert sich doch glatt die Einsatzkräfte selbst weg...

    Grüße

    Thomas

  2. #2
    Registriert seit
    10.12.2001
    Beiträge
    2.652
    Zitat Zitat von firefraggle Beitrag anzeigen
    In einem Betrieb arbeitet ein Feuerwehrmann.Dieser ist in seiner Wehr stlv.Orts.BM.Einsatzaufkommen 4-10 im Jahr.Während der Arbeitszeit evtl.1 mal im Jahr.Diesem wurde verboten an Feuerwehreinsätzen teilzunehmen.Und wenn er Nachts im Einsatz ist hat er keine Ruhezeit und muss abbrechen wenn der Einsatz sich mit der Arbeitszeit überschneidet.Der Firmenchef ist Führungskraft der Gesamtfeuerwehr.Er selbst prädigt immer das Firmen ihre Leute los lassen sollen wenn sie gebraucht werden.Das Ende vom Lied war das der Kamerad ausgetreten ist um seinen Job zu behalten....
    Nu kram ich mal schnell die Chips und die Cola raus....

    Das wird spannend, wenn der Chef, der die Freistellung im Einsatz untersagt, gleichzeitig der Stadtbrandmeister (so verstehe ich "Führungskraft der Gesamtfeuerwehr") ist. Oder hat da ein Stadtbrandmeister Feuerwehr-Dienstlichen Zoff mit einem stv OBM?.
    Fährt der Stadtbrandstifter / Firmenchef eigentlich bei Einsätzen während der Arbeitszeit auch nicht raus, oder hat der die Erlaubnis seines Arbeitgebers? ...ach neeeee, det isser ja selbär... ;-)
    Geändert von AkkonHaLand (15.04.2010 um 15:34 Uhr)
    Mit freundlichem Gruß
    AkkonHaLand, Moderator

  3. #3
    Registriert seit
    03.07.2006
    Beiträge
    2.942
    Tja, er ist nunmal auch Chef.
    Gab es hier im Kreis auch einen, der als Firmeninhaber gleichzeitig örtlicher Wehrführer war (altersmäßig ausgeschieden), bevorzugt Feuerwehrangehörige beschäftigt hat, und denen (und sich selbst) aber nur abhängig vom Einsatzstichwort die Freistellung zugestanden hat. Das bedeutete, für Ölspuren, kleine THL, Kleinbrände machte dieser Betrieb die Tür nicht dicht, bei allem darüber schon.
    Und ganz unverständlich find ich das nicht. Die heutig gesellschaftlich verankerte Kundenorientierung macht es nunmal schwierig, Arbeit für Feuerwehrzwecke liegen zu lassen oder (Liefer)Termine nicht einzuhalten. Wenn man das als Chef nicht berücksichtigt, nutzt die tollste Feuerwehrfreundlichkeit nichts. Und für größere (= medienwirksamere) Ereignisse haben die Kunden eher Verständnis, als für die ganzen unauffälligen Kleinarbeiten.

    Auf lange Sicht muss man wohl generell einsehen: die bloße Lohnfortzahlung ist nicht mehr wie ein kleiner Anreiz zur Freistellung von Arbeitskräften, und der Arbeitgeber muss heute einfach vorgehen. Entweder lässt er seine Leute gehen, oder er lässt es bleiben. Beides muss akzeptiert werden, von allen Beteiligten.

  4. #4
    Registriert seit
    27.02.2002
    Beiträge
    5.257
    Zitat Zitat von überhose Beitrag anzeigen
    Auf lange Sicht muss man wohl generell einsehen: die bloße Lohnfortzahlung ist nicht mehr wie ein kleiner Anreiz zur Freistellung von Arbeitskräften, und der Arbeitgeber muss heute einfach vorgehen. Entweder lässt er seine Leute gehen, oder er lässt es bleiben. Beides muss akzeptiert werden, von allen Beteiligten.
    Naja, ich denke mal zu 90% würden die AG auf die Lohnfortzahlung pfeifen, aber was schlimmer ist die Konventionalstrafen oder schlechten Ruf, weil der Betrieb die Arbeit nicht erledigt hat.
    Was würdet ihr denn machen, wenn ihr einen Tag Urlaub genommen hättet, weil der Elektriker kommen sollte, aber der kam nicht weil der Elektriker im Einsatz war?
    Der geht beim nächsten mal zu ner anderen Firma.
    Wir lassen Messer und Gabel liegen ...
    ... um mit der "Schere" anderen zu helfen.

  5. #5
    Registriert seit
    03.07.2006
    Beiträge
    2.942
    Die Lohnfortzahlung deckt eben nicht den tatsächlichen Ausfall/Schaden, der dem Betrieb entsteht. So meinte ich das.
    Wobei die Quote derer, die derzeit regelmäßig auf diesen Anspruch verzichten, hier auch in der Größenordnung (90%) liegt. Aus Gesprächen mit Gewerbetreibenden vermute ich, dass das in manchen Fällen, gerade bei alteingesessenen Familienbetrieben und Selbstständigen tatsächlich noch auf einem Sozialbewußtsein beruht (sind ja auch noch eher kleinere Orte hier), in vielen aber auch schlicht auf Unkenntnis (dies herrscht IMHO in den Gewerbegebieten vor, als dort, wo die ansässigen Firmen eher weniger Bezug zur Ortsgemeinschaft haben).
    Die angesprochenen Probleme hätte der Beispielelektriker aber so oder so.

  6. #6
    Registriert seit
    04.11.2006
    Beiträge
    216

    Hallo

    .....ich glaube, das wir diesen Vorfall etwas überbewerten.
    Vor allem weil wir, als direkt Betroffene, in unserem Hobby diese Vorfälle haben könnten, oder haben.
    Ich kann mir nicht vortstellen das "jeder" Chef etwas dagegen hat, wenn sein(e) Mitarbeiter 3-5 mal im Jahr von seiner Baustelle verschwindet.
    Sowas kenne ich in meinem Wohnraum, sowie bei mir auf der Arbeit, auch von anderen AG, nicht.
    Natürlich kenne ich auch Angehörige von FFw, wo 2 mal in der Woche der Piepser geht. Bei solchen gegebenheiten sollte der AN schon wissen bei welchen Stichwort er vielleicht nicht gehen sollte.
    Bei der 21-jährigen Frau sind halt mehrere gegebenheiten aufeinander getroffen (Probezeit, Gespräche über nicht Einsätze, spezielles Arbeitsumfeld,.....) als Chef muß ich auch mein Gesicht waren, gegenüber den anderen Mitarbeitern (verletzter Stolz/Eitelkeit?).

    Wenn ich jetzt alle FFw'er zusammenzähle und solche Vorfälle gegenhalte, werde ich >meine persönliche Meinung< nicht, auf mehr als 10 Kündigungen im Jahr kommen. Und was sind diese Kündigung gegenüber den viele anderen vor den Arbeitsgerichten.

    In diesem Sinne, mit vielen Grüße,
    J.

  7. #7
    Registriert seit
    27.02.2002
    Beiträge
    5.257
    Zitat Zitat von Florian Ww Beitrag anzeigen
    Natürlich kenne ich auch Angehörige von FFw, wo 2 mal in der Woche der Piepser geht. Bei solchen gegebenheiten sollte der AN schon wissen bei welchen Stichwort er vielleicht nicht gehen sollte.
    Bei uns geht er im Schnitt 4-5 mal die Woche und die restlichen 2-3 mal die Woche wo wir rausfahren, ist dann absoluter Kleinschmarrn, die unsere Gerätewarte ohne Alamierung machen.
    Und es gibt Wehren die fahren noch öfters.
    Wir lassen Messer und Gabel liegen ...
    ... um mit der "Schere" anderen zu helfen.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •