Wir lassen Messer und Gabel liegen ...
... um mit der "Schere" anderen zu helfen.
1. Jeder kann sich als Pressevertreter bezeichnen, ggf. sogar einen entsprechenden Ausweis beantragen und bekommen, wenn er denn in irgendeinerweise irgendetwas veröffenlticht. (Die genauen Bestimmungen seitens irgendwelcher Institutionen kenne ich nicht, aber die spielen hier ja auch keine Rolle!). Jeder - egal ob Presse (welche Definition auch immer) oder nicht - darf sich dem Grundgesetz nach Informationen beschaffen und diese auch frei verbreiten.
2. Wo steht, dass ein Pressevertreter über Absperrungen klettern darf? Selbstverständlich hat sich jede Nicht-Einsatzkraft (und dazu zählen auch Journalisten) an die Regeln des Einsatzleiters zu halten. Wenn man jetzt einen Pressevertreter kennt, kann (muss aber nicht) man ihm ein Interview gewähren, kann ihn näher an die Einsatzstelle ranlassen etc. Prinzipiell hat aber ein Pressevertreter genau die gleichen Rechte, wie jeder x-beliebige Bürger auch - und zwar in Bezug auf Informationsbeschaffung und auch Informations- und/oder Meinungsverbreitung. Auch mir kann ein Einsatzleiter erlauben, mich auf ein Fahrzeug zu stellen und Fotos zu machen, oder Fragen an die Einsatzkräfte zu stellen.
Gruß, Mr. Blaulicht
Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich gucke mir auch als (freiwilliger) Feuerwehrmann gerne mal die Einsätze von anderen Wehren in den Nachrichten an.
Ihr etwa nicht? Ich glaube kaum, denn nicht umsonst gibt es bei youtube derzeit so viele Einsatzfahrten usw.
Ich sehe es auch so, eine ordentliche Berichterstattung ist ok. Ich selber sehe mir ja auch gern sowas an, interessehalber da mich das Thema Feuerwehr/Rettung als aktiver Feuerwehrmann numal interessiert. Das dieser Hr. Wiebold durch seine Arbeit sehr viel schlimmes sieht ist klar, er kann mir auch nicht weiß machen das es ihn nicht anhebt was er da sieht. Im Film sieht und merkt man ja auch an einigen Stellen, das er bereits seelische Probleme hat. Aber ansonsten kann ich nur sagen das wir hier bei uns in der Region auch solche "Einsatzjäger" haben, ich habe sie bereits bei mehreren Einsätzen von uns erlebt und kann nur sagen das die Jungs ne 1A Berichterstattung machen und die Arbeit der Feuerwehr usw. nicht im geringsten behindern.
Hier wurde ja schon jede Menge geschrieben. Eins sollte man immer bedenken:
So lange es in Hochglanzmagazinen Einsatzbilder gibt (Feuerwehrmagazin etc.), so lange die Newssendungen auf N24, ARD und ZDF, RTL etc. regen Zulauf bekommen, so lange werden wir unsere Bilder los. Die Einschaltquoten bestimmen nicht die Sender, sondern die Zuschauer und wir bedienen den Markt.
Im Regelfall arbeiten wir mit den Pressesprechern und Einsatzleitern zusammen und erhalten dort unsere seriösen Informationen. Im Nachgang der Einsätze rufen dann oft die Einsatzkräfte an und wollen das Bildmaterial haben.
Jeder Profi sollte den Unterschied zwischen Bildleserreportern und den Profis erkennen können. Kein Hobbyfotograf investiert derart viel Geld in Technik (Schultercam kosten 45000 Euro), nur weil er "gaffen" will.
Einfach ist der Job nicht mehr und zwischen all den schwanzen Schafen seriös zu bleiben ist schwer, aber wir tun unser bestes.
Ich denke, ein gesunder Umgang miteinander und Respekt füreinander sollte dazugehören.
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