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Thema: Reiseflughöhe von RTH´s?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Zitat Zitat von Mr. Blaulicht Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass der Notarzt die Vorgabe zur maximalen Flughöhe macht. Wenn der Pilot die einhält, dann ist gut, wenn er von vorneherein sagt: "nö, mach ich nicht", bleibt der Patient am Boden.
    er kann höchstens sagen "so niedrig wie möglich...". Der Pilot ist ALLEINE verantwortlich für Maschine UND Besatzung+Patient was die Sicherheit anbelangt.
    Wie schon gefragt, warum darf er aus medizinischer Sicht nicht höher fliegen ?? wenn 300 m Höher oder weniger so gravierend sind, dann müssten doch in Nordeutschland Patienten anders behandelt werden als in den Alpen...

    Gruß Dirk
    Die Wirbelsäule ist ein Knochen, der den Rücken herunter verläuft. Obendrauf sitzt der Kopf, untendrauf sitze ich.

  2. #2
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    Zitat Zitat von Teletector Beitrag anzeigen
    wenn 300 m Höher oder weniger so gravierend sind, dann müssten doch in Nordeutschland Patienten anders behandelt werden als in den Alpen...
    Es geht wohl um die Höhendifferenz, nicht um die absolute Höhe.
    Die Leute in den Alpen halten sich ja meistens schon länger in dieser Höhe auf und sind daran angepasst. Für die ist es das Gleiche, wenn sie von 2000 Meter auf 2300 Meter kommen, wie für einen Flachländer, der von 0 Meter auf 300 Meter kommt (jeweils Höhe ü. NN).

  3. #3
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    Zitat Zitat von Teletector Beitrag anzeigen
    er kann höchstens sagen "so niedrig wie möglich...". Der Pilot ist ALLEINE verantwortlich für Maschine UND Besatzung+Patient was die Sicherheit anbelangt.
    Nein. Der Notarzt sagt: Der Patient darf nicht über 1000 ft. Dann sagt der Pilot: Das geht nicht. Dann sagt der Notarzt: Okay, dann wird der Patient im RTW transportiert.

  4. #4
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    Sicherlich.. wobei aber im hinblick aufs Fliegen der Pilot das sagen hatte.Aber warum sollte der Patient nicht über xxx m geflogen werden ? Ambulanz Jets fliegen wesentlich höher....
    Die Wirbelsäule ist ein Knochen, der den Rücken herunter verläuft. Obendrauf sitzt der Kopf, untendrauf sitze ich.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Teletector Beitrag anzeigen
    warum sollte der Patien nicht über xxx m geflogen werden ? Ambulanz Jets fliegen wesentlich höher....
    Jets verfügen über eine Kabine mit Druckregelung, d.h. der Kabineninnendruck liegt auf Reisehöhe über dem Umgebungsdruck (außen). I.A. haben Hubschrauber nicht solche Kabinen, also Innendruck = Außendruck, der mit zunehmender Reisehöhe abnimmt.
    MkG
    Rundhauber

  6. #6
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    Zitat Zitat von rundhauber Beitrag anzeigen
    Jets verfügen über eine Kabine mit Druckregelung, d.h. der Kabineninnendruck liegt auf Reisehöhe über dem Umgebungsdruck (außen). I.A. haben Hubschrauber nicht solche Kabinen, also Innendruck = Außendruck, der mit zunehmender Reisehöhe abnimmt.
    das ist vollkommen richtig. Allerdings wird dieser auf Druck 2000 m über NN eingeregelt. Deshalb frag ich mich ja gerade warum sollte man nicht höher fliegen...
    Die Wirbelsäule ist ein Knochen, der den Rücken herunter verläuft. Obendrauf sitzt der Kopf, untendrauf sitze ich.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Teletector Beitrag anzeigen
    das ist vollkommen richtig. Allerdings wird dieser auf Druck 2000 m über NN eingeregelt. Deshalb frag ich mich ja gerade warum sollte man nicht höher fliegen...
    Ich bin weder RDler noch NA noch Pilot. Aber das Problem mit dem Kabinendruck und der Reisehöhe der RTHs bezieht sich IMO auf spezielle Fälle (Taucherunfall etc.). Ich denke aber, dass diese Fälle nicht per AmbuJet transportiert werden. Die Jets kommen wohl eher bei Verlegungen zum Einsatz. Und wenn bei solchen Jettransporten der Kabinendruck sich schädlich auf den Patienten auswirken sollte, lassen sich sicherlich geeignete Maßnahmen treffen.

    --------------------------------

    Uuups! Mr. Blaulicht war mal wieder schneller! ;)
    MkG
    Rundhauber

  8. #8
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    also bei Tauchunfällen ist das ganze vollkomen klar. Jedoch ist der Abfall des O2 Partialdruck´s in einem Heli bei einer Flughöhe von 300 oder evt. 700 m über eine höhere O2 Konzentration auszugleich...
    Zur Flughöhe allgemein gibt es auch noch die Mindestflughöhen von 300 m über Ortschaften und 200 m über freiem Gelände.
    Die Wirbelsäule ist ein Knochen, der den Rücken herunter verläuft. Obendrauf sitzt der Kopf, untendrauf sitze ich.

  9. #9
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    In Ambulanzjets werden auch keine kritisch Kranken, primärversorgte instabile Patienten mit akut lebensgefährlichen Verletzungen und/oder Erkrankungen geflogen und der Entscheidungszeitraumund Organisationsphase für einen Jettransport sind deutlich länger und deswegen auch gründlicher in der zuvor erfolgten Diagnostik. Das heißt, beim RTH-Transport habe ich Minuten, um den Transport vorzubereiten und in der Regel dass bisschen an Diagnostik, was der RTH hergibt. Bei der Verlegung im Ambulanzjet habe ich stunden bis Tage, und alles, was die Klinik hergibt - also Röntgen, CT, MRT, und vor allem: gesammeltes Wissen einer ganzen Belegschaft.
    Sprich: Beim Ambulanzjet kennt man den Patienten in- und auswendig. Alle Lebensfunktionen, die durch die Höhe und damit durch den Luftdruck beeinflusst werden können, kann ich bereits präventiv einschätzen und dagegensteuern. Beim Primäreinsatz im RTH ist dies nicht oder nur sehr eingeschränkt der Fall.

    Aber mal eine Frage aus dem Zusammenhang: Haben Ambulanzjets keinen Druckausgleich im Innenraum?

    Gruß, Mr. Blaulicht

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