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Thema: Auflösung einer Freiwilligen Feuerwehr

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  1. #1
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    So... Nachschlag

    Zitat Zitat von NDR Text seite 136
    Malchow: Feuerwehr hortete Kleidung
    Die bundesweit einmalige Auflösung einer FF wegen "mafiösen Strukturen" in Malchow ist offenbar dringd notwendig gewesen.
    "bei Aufräumungsarbeiten hat sich gezeigt , das von der alten Wehrführung Dienstkleidung im Wert von 20000 € und Alkohol im Gerätehaus gehortet wurden" sagte BM Stein am Dienstag in Malchow.

    Kameraden sei die Kleidung vorenthalten worden. Der Stadt gegenüber sei ein Notstand vorgetäuscht worden um mehr Gelder für die Ausrüstung zu erhalten
    "Prüft sorgfältig bevor ihr Bewährtes ändert, aber haltet nicht an Bewährtem fest, wenn die Lage dies nicht länger rechtfertigt und die bewährte Lösung nicht den Erfordernissen der Zukunft entspricht"

    Scharnhorst

    www.fwnetz.de

  2. #2
    Firefighter&Rescue Gast
    Na das ist ja mal ein starkes Stück

    Dann war das mit der Auflösung wirklich notwenig und schon lange fällig.
    Sachen gibts!!!!!

  3. #3
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    Aktueller Bericht in der Welt:
    http://www.welt.de/data/2006/08/09/990646.html

    Malchow
    Feuerwehr hortet Alkohol und Kleidung
    Bürgermeister: Auflösung war dringend nötig

    Malchow - Die bundesweit erstmalige Auflösung einer Freiwilligen Feuerwehr vor einer Woche in Malchow (Müritzkreis) war laut Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) dringend nötig. "Bei Aufräumarbeiten hat sich gezeigt, dass von der alten Wehrführung Dienstkleidung im Wert von 20 000 Euro und Alkohol im Gerätehaus gehortet wurde", sagte Stein am Dienstag. Statt Kameraden die Kleidung zu geben, sei die Stadt ständig kritisiert worden, um noch mehr Gelder für die Ausrüstung zu bekommen. Die neue Wehr habe schon wieder 25 Freiwillige, Sollstärke seien 38 Leute.

    "Die Funde zeigen deutlich, dass es höchste Zeit war zu handeln", meinte der Bürgermeister. So fanden die neuen Kameraden in Räumen, die bisher nur bestimmten Leuten der alten Wehr zugänglich waren, unter anderem 27 Jacken und Sicherungsgurte, dazu Helme, Masken und Stiefel. "Dabei wurde immer gejammert, dass Kameraden mit privaten Sachen Einsätze fahren mussten", sagte Stein. In der Stadt kursiert die Bezeichnung "Feierwehr" statt "Feuerwehr".

    Der einstimmige Beschluss der Stadtvertreter hatte bei Teilen der Malchower zunächst für Empörung und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. "Wir haben aber bisher nur positive Reaktionen von Verbänden und verantwortlichen Stellen", sagte Stein, dessen Legislaturperiode 2010 endet. Bisher habe noch kein Kamerad wirklich verpflichtet werden müssen. Von den 25 Neuen waren 18 Frauen und Männer schon bei der alten Feuerwehr, sieben Kameraden seien neu. Seit dem Beschluss sei noch kein Notfalleinsatz nötig gewesen.

    Artikel erschienen am Mi, 9. August 2006

  4. #4
    Florian 34 Gast

    OMG

    *kopfschütteln*

    Ja, was soll man dazu noch sagen????

    Das dürfte die Enscheidung des Bürgermeisters jetzt auch absolut rechtfertigen!!!! Und auch der Letzte der dachte, es sei falsch vom BM, dürfte die Sache nun mit anderen Augen sehen.

    Meiner Meinung nach, darf soetwas u.k. Umständen noch einmal passieren.


    LG
    Florian 34

  5. #5
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    Unter der Homepage der betroffenen Kommune (http://www.malchow.m-vp.de/), Unterpunk "Aktuelles", finden sich 3 Schreiben des Bürgermeisters, als pdf.-files, die offenbar an die Einwohner und die örtliche Presse verteilt wurden. Ich kann jedem das Durchlesen nur empfehlen!
    Aus dem, das gestern erschien, hier ein paar Auszüge:

    "Bis Sonntagabend sind freiwillig der neuen Feuerwehr beigetreten: Insgesamt 25 Kameradinnen und Kameraden, davon 4 Frauen. 18 Kameraden waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Malchow, 7 sind neu eingetreten. Über weitere freiwillige Mitglieder freuen wir uns. Eine Verpflichtung von Mitgliedern ist nicht beabsichtigt. An Lehrgängen werden stattfinden: Die Truppmannausbildung erhalten 4 Kameraden, zum Maschinisten wird 1 Kamerad ausgebildet, 1 weiterer Kamerad wird zum Gruppenführer und 6
    Kameraden machen den Bootsführerschein. Alle Kameradinnen und Kameraden sind entsprechend den Dienstvorschriften eingekleidet und ausgerüstet worden."

    "Warum musste keine neue Ausrüstung wie vorher angekündigt beschafft werden?
    Seit Mittwoch letzter Woche bringen die Kameraden Ordnung ins Feuerwehrgerätehaus, machen eine Inventur und haben auch die Räume geöffnet, für die niemand außer 1 Kamerad, wahrscheinlich 2 Kameraden einen Schlüssel hatten. Die Reinigungskraft der Stadt Malchow, der Bürgermeister sowieso, hatte keinen Schlüssel für diese Räume.
    Was fanden die Kameraden?
    Feuerwehrjacke (orange) 27x
    Feuerwehrjacke (schwarz) 8x
    Feuerwehrlatzhose, normal 12x
    Feuerwehr - Überjacke HuPF 12x
    Feuerwehr - Überjacke, alt orange 6x
    Feuerwehr - Handschuh, PATRON Kat. III 44x
    Feuerwehr - Sicherheitsgurte 27x
    Feuerwehr - Sicherheitsstiefel S3 22x
    Feuerwehr - Sicherheitsschuhe S3 11x
    Feuerwehr - Gummistiefel 15x
    Feuerwehr - Helm 8x
    Feuerwehr - Atemschutzmaske 4x
    Schnittschutzhose 3x
    Motorsäge 1x
    Funkmeldeempfänger (verpackt) 5x

    Warenwert: 21.100 Euro"

    "Immer wieder ist in der Vergangenheit die Stadt Malchow und der Bürgermeister kritisiert worden, dass zu wenig Geld für Ausrüstung zur Verfügung stehe und die Kameraden teilweise mit privater Ausrüstung an Einsätzen teilnahmen. Nun zeigt sich, dass man durchaus Ausrüstung hatte, aber diese bewusst nicht ausgegeben hat. Warum? Einmal wohl um immer wieder Stimmung gegen die Stadt und den Bürgermeister machen zu können. Zum anderen wohl auch, um nur einige wenige „besondere“ Kameraden bevorzugt zu behandeln. Ich denke, dies unterstreicht auch noch mal deutlich, meine Bemerkung bezüglich der mafiosen Verhältnisse und sollte all denjenigen Malchowern zu denken geben, die noch immer an die Unschuld der Führungsriege der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr glauben. Insbesondere sollten auch die ehemaligen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Malchow, die noch immer nicht eingesehen haben, welcher Geist in dieser Feuerwehr geherrscht hat, zum Nachdenken angeregt werden. Dass die Kameraden jetzt beim Aufräumen auf Unmengen Dosen Bier, mit abgelaufenem Verbrauchsdatum gefunden haben, neben diversem anderem Alkohol, sei am Rande erwähnt."

    Damit hat sich wohl jede weitere Diskussion über das Vorgehen der dortigen Verwaltung erübrigt.
    Geändert von überhose (09.08.2006 um 15:31 Uhr)

  6. #6
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  7. #7
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    Schon krass, was die da an Bierkisten rausgeschleift haben...

    Von den "Unterschlagenen" Sachen mal ganz zu schweigen...

    MfG Fabsi

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