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Thema: HRT im Fahrzeug: Renault Master ABS Steuergerät defekt wegen Tetra? rießen Problem?

  1. #1
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    HRT im Fahrzeug: Renault Master ABS Steuergerät defekt wegen Tetra? rießen Problem?

    Hallo Zusammen,

    vor knapp einem Jahr hat unser THW- Ortsverband ein neues Zugtruppfahrzeug (Renault Master (Bez. 21/10) bekommen.
    Schon nach wenigen Wochen, wenn es nicht nur Tage waren, hatten wir schon die Fehlermeldung im Sinne 'Bremse defekt - Fahrt einstellen - Werkstatt aufsuchen'.
    Also wurde das Fahrzeug abgeschleppt, zum freundlichen Renault Vertragspartner.
    Die stellten fest: ABS Steuergerät im Eimer. Natürlich ging das auf Garantie, keine Frage.
    ABER man erklärte unserem Zuständigen, dass Dies mit großer Wahrscheinlichkeit durch den Digitalfunk passiert ist, worauf unser Ortsausschuss den Betrieb von
    HRTs im Fahrzeug bis auf Weiteres untersagte. Jetzt werden Aktivhalterungen beschafft... Irgendwann.
    Aber das kann es doch nicht sein? - oder etwa doch?
    In einem Führungsfahrzeug ist es doch nicht umsetzbar nur zu funken, wenn mein HRT in der Aktivschale hängt.. wir haben alle Motorola.
    Was sollen wir denn da im Einsatz mit FW machen? Da kommt der Einsatzleiter Feuerwehr mit seinem Sepura- HRT an- Flatterband vor der Tür spannen 'Du kommst hier net rein' ????

    Ist irgend Jemandem Ähnliches bekannt, kann mir Jemand widerlegen dass Tetra- Betrieb Auswirkungen auf die Fahrzeugelektrik haben kann/darf ?
    Leider finde ich im Netz bis jetzt rein GAR NICHTS dazu.


    Würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir weiterhelfen könnt!

    Danke

  2. #2
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    In einem nordischen Bundesland ist es bei den Fw Fahrzeugen das gleiche, funken nicht erlaubt, da die Elektronik vom Fahrzeug gestört werden kann.

    Gruß Andi

  3. #3
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    Das ist doch nicht dein Ernst oder?

    Selbstverständlich ist dieser Zustand mit der genannten Ursache plausibel. Daher geben sohl Hersteller der Funkgeräte, die Fahrzeughersteller und auch die Behörden ALLE entsprechende Hinweise in Ihren Publikationen. Selbst der gesunde Menschenverstand sollte einen doch schon sagen "vielleicht keine so gute Idee".

    Gerade beim THW, wo ich sogar fürs Auto waschen eine schriftliche Einweisung brauche, hätte ich mir das nicht vorstellen können.

  4. #4
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    Zitat Zitat von MeisterH Beitrag anzeigen
    Das ist doch nicht dein Ernst oder?

    Selbstverständlich ist dieser Zustand mit der genannten Ursache plausibel.
    KFZ-Elektronik, die bei Beaufschlagung von ein paar hundert Milliwatt HF kaputt geht, soll normal sein?
    Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?

    MfG

    Frank
    Kontaktaufnahme bitte per Mail. Danke!

  5. #5
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    Das etwas zerstört wird kann ich mir auch kaum vorstellen, wohl aber gestört.
    Bei einem Drehleiterhersteller soll es in Verbindung mit Can Bus solche Probleme geben, daß der Computer für die Drehleiter komplett versagt.
    Wir lassen Messer und Gabel liegen ...
    ... um mit der "Schere" anderen zu helfen.

  6. #6
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    Hallo!

    Zitat Zitat von Alex22 Beitrag anzeigen
    Das etwas zerstört wird kann ich mir auch kaum vorstellen, wohl aber gestört.
    Naja...

    Auto-Elektronik wird ebenso wie andere mobile Technik die lebensgefährliche Gefahren bei Ausfall/Störung mit sich bringt - also z.B. auch Elektronik im Flugverkehr oder im Bahnferkehr eigentlich einstrahlfest und Eigensicher gebaut.

    Allerdings ist es teuer und teiweise auch unmöglich solche sachen immerwegs absolut dicht zu machen.
    Daher beschränkt man sich beim Abblocken, Schirmen usw. auf gezielte Frequenzbereiche wo kritische Feldstärken denkbar sind.

    Das sind in erster Linie die Rundfunkbereiche (LW, MW, KW, UKW, DAB, DVB-T) sowie übliche Radarfrequenzen.
    Seid nun knapp 25 Jahren haben die Fahrzeughersteller ordentlich nachgearbeitet um auch gegen GSM-Endgeräte sicher zu sein.

    Speziell aber der Bereich um 380MHz spielte in der Fahrzeugtechnik bisher keinerlei Rolle...
    Die einzigen die dort rumfunkten war die Luftwaffe an Flughäfen und von Flugzeugen aus...unwahrscheinlich das da jemand ohne Aussenantenne aus einem PKW herraus sendete. Und wenn doch, dann nur in handverlesenen Einzelfällen = kein versicherungstechnisches Risiko für die Fahrzeughersteller.


    Gut, soviel zum Thema: Warum kann Tetra stören, obwohl Handys nicht stören und man ebenso an großen Radar- oder Rundfunksendern vorbeifahren kann ohne das der Wagen verrückt spielt.


    Und nun zum Thema "Zerstörung":

    Ob ein Gerät durch Störsignale nur gestört wird (z.B. abstürzt) oder kaputt geht, hängt in erster Linie von der Feldstärke ab welcher es ausgesetzt wird.
    Mit einem 70cm Handfunkgerät bei 2,5W Sendeleistung innerhalb eines KFZ, können aufgrund von zahlreichen Reflektionen immense Feldstärken endstehen.
    Im Nahbereich, bezogen auf die Fahrzeuggröße also 1-5m etwa, wäre die Feldstärke eh schon immens.
    Die Reflektionen ins innere des Fahrzeugs durch die Karosserie kann aber Hotspots provozieren wo expotentiell höhere Feldstärken erreicht werden.
    Dumm wenn da dann ein Gerät hinter ner Verkleidung liegt, an dem ein paar Eingangstreiber oder CAN-Transceiver durchbrennen.

    Grüße aus Dortmund

    Jürgen Hüser

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