Zitat Zitat von Alex22 Beitrag anzeigen
Was nützt dir die höchste Lebenserwartung, wenn dein Kind durch gepulste Strahlung an Krebs erkrankt?
Gibt es für dieses Schreckgespenst denn irgendwelche stichhaltigen Anhaltspunkte oder ist das mehr so ein gefühltes Risiko?
Wie viele Kinder wären ohne gepulste Strahlung an Krebs erkrankt?

Es gibt ubiquitäre Risiken, die unser (moderner) Lebensstil nun einmal mit sich bringt. Das fängt bei der UV-Strahlung der Sonne an, geht über Abgase des Individualverkehrs, Impfschäden und Medikamenten-Nebenwirkungen und hört bei allen möglichen bekannten (und dem Normalbürger meist unbekannten) elektromagnetischen Feldern noch lange nicht auf (und gilt übrigens auch fürs Saufen, Fressen, F*cken - aber das will kaum einer hören).

Dies alles kann man verbieten, minimieren, reglementieren, wenn es einem geboten erscheint, aber irgendwo ist auch mal der Punkt erreicht, an dem man das verbleibende Risiko einfach akzeptieren kann und muss.

Das wir trotz all dieser gefühlt gefährlichen Auswirkungen unseres Wissens und der daraus resultierenden Technik immer älter und heute doppelt so alt werden wie noch vor 200 Jahren (und auch älter als heutige Menschen in Gebieten, wo dies alles nicht zur Verfügung steht) ist doch ein recht eindeutiges Zeichen dafür, dass die Bilanz eher für uns ausfällt. Diese gefühlten Risiken sind m. E. die Symptome einer saturierten Gesellschaft, die gar nicht mehr weiß, wie gut es ihr eigentlich geht und woher dieses kommt.

Auch wenn Einzelschicksale wie das o. g. Krebsopfer tragisch sind, welche Alternative haben wir denn? Eine fundierte und objektive Abschätzung der Folgen eines Technikeinsatzes ist absolut notwendig, aber bitte sachlich und evidenzbasiert unter Abwägung aller Nach- aber auch aller Vorteile, nicht auf einer esoterischen Ebene. Aufgrund der Komplexität ist das aber in der Regel nur Experten zugänglich.