Hallo,

im Ersten Moment des lesens hab ich ja noch eher an einen verspäteten Aprilscherz gedacht, als an einen realen Vorfall. Mir zieht allein die Berichterstattung (die Bilder!) die Schuhe aus.

Ehrlich gesagt finde ich es ungerecht, dass die beiden so ungestraft davonkommen.
Gerade solche Aktionen verstärken immer wieder die negativerten Ansichten gegenüber den jungen Fahranfängern (mich eingeschlossen, bin fast gleichalt und hab auch erst seit 2 Monaten den "Lappen").

Etwaiges nachsitzen hilft in meinen Augen nichts. Man müsste schon viel früher ansetzen. Die momentane Fahrschulausbildung sieht eine Autobahnfahrt von um die 4? Fahrstunden vor. Im Klartext hies das bei mir: Rauf auf die Piste, die Hälfte der Zeit fahren, umdrehen, zurück, wieder runter. Wäre es bei mir nicht so gewesen, dass ein Teil der A14 zu meinem direkten Prüfungsgebiet gehörte und sich dort zum Übungs-/Prüfungszeitraum eine etwas komplizierte Verkehrssituation bergeben hätte (Baustelle mit verkürzten Auf-/Abfahrten), so wäre es bei dieser einen Autobahnfahrt geblieben. So befuhr ich den besagten kurzen Abschnitt der BAB etwas öfters, innerhalb der normalen Fahrstunden.
-> Autobahnausbildung, bzw. "Hochgeschwindigkeitsausbildung" finde ich kommt zu kurz.

Wenn doch etwas passiert wäre, täte man in meinen Augen gut daran den Hergang kritischer zu beurteilen und nicht nur mit "Sie waren so jung und mussten sterben" zu kommen.

Die Aussage "Wir sind bei der Feuerwehr und konnten die Gefahr einschätzen" kaufe ich denen zu 100% nicht ab. Der Löschversuch mit einem 1kg Löscher (selbst in der Entstehungsphase) zeugt für mich von einer gewissen Realitätsferne, ohne den Beteiligten dabei zu nahe treten zu wollen.

Das sich etwas ernshaft ändert ist nicht zu erwarten, es ist nur eine Frage der Zeit bis wieder etwas passiert. Der Faktor Memsch ist eben immer noch das unberechenbarste der Welt.

Paul