Ein flüchtiger Bekannte behauptet:
Wenn ein RTW einen Patient mit einer Kopfplatzwunde fürs Krankenhaus anmeldet fragt die Leitstelle immer nach "Im behaarten oder unbehaarten Bereich?".
Was ist der Grund, ist diese Information wichtig?
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Ein flüchtiger Bekannte behauptet:
Wenn ein RTW einen Patient mit einer Kopfplatzwunde fürs Krankenhaus anmeldet fragt die Leitstelle immer nach "Im behaarten oder unbehaarten Bereich?".
Was ist der Grund, ist diese Information wichtig?
Habe ich noch nie gehört, das sollte ein Krankenhaus auch mit vertretbarem Aufwand so hinbekommen. Zumal ja nicht alle entsprechenden Verletzungen mit dem Rettungsdienst kommen. Also wohl eher eine örtliche Sache.
Habe ich auch noch nie gehört. Wäre mir auch neu, dass die Leitstelle sowas abfragt. Meiner Meinung nach spielt es für die Leitstelle keine Rolle, ob die KoPlaWu nun im behaarten oder unbehaarten Bereich liegt. Ist immerhin Aufgabe des zuständigen Krankenhauses bzw. dessen Notaufnahme die Wunde wieder zu zunähen bzw. zu versorgen. Die Leitstelle übernimmt zwar die Voranmeldung an die Notaufnahme mit einer entsprechender Vorabdiagnose. Aber alles andere (Vorbereitung usw.) obliegt dem Krankenhaus und dessen Personal. Ein Rasierer sollte außerdem immer zur Hand sein.
Gruß
Wenn es danach gehen würde, müsste die Leitstelle auch bei anderen Verletzungen fragen, ob diese im behaarten oder unbehaarten Bereich liegen. Ich sage da nur Schnittverletzungen an behaarten Unterarmen oder weiß der Teufel was... Ein Rasierer "muss" in der Notaufnahme immer griffbereit liegen. Ob ich den nun brauche oder nicht. Hat meiner Meinung nach auch nichts mit Mehraufwand zu tun, da man bei einer KoPlaWu einfach damit rechnen muss, dass sie im behaarten Bereich liegen könnte. Heißt ja nicht umsonst Kopfplatzwunde!
Ich habe so etwas auch noch nie gehört, könnte mir aber folgenden Grund vorstellen:
Man nehme eine Klinik, in der sich MKG- (Mund, Kiefer, Gesicht) Chirurgen und Neurochirurgen befinden. Aufgrund eines Abkommens, dass klinikintern getroffen wurde, werden die Kopfplatzwunden im Gesicht lediglich genäht, also primär der MKG vorgestellt und die Platzwunden im Haarbereich eher der Neurochirurgie vorgestellt, da oftmals euch eine Hirnbeteiligung dahinter stecken könnte.
Um bei der Anmeldung gleich den richtigen Fachbereich zu erreichen, könnte ich mir so eine Aussage vorstellen - aber wirklich nur mit viel Phantasie. ;-)
Gruß, Mr. Blaulicht
Nicht zwangsläufig.... Ersetze Neurochirurg durch Unfallchirurg und MKG'ler bleibt MKG'ler.... Im Gesicht kommt es auch ein wenig auf die Ästhetik an und da sind die MKG-Chirurgen einfach besser als die Unfallchirurgen... Und haben zudem noch andere Materialien zur Verfügung.... Und nur die wenigsten Kopfplatzwunden (egal ob behaart oder unbehaart) benötigen ein CCT.
Andernfalls kann ich nur raten - fragt doch einfachmal als Rettungsdienstler (oder über befreundete RD-ler) in den entsprechenden Krankenhäusen nach.