Akkus gehören regelmäßig, d.h. mindestens alle 6 - 8 Wochen gepflegt . Wer das nicht macht sollte damit rechnen, dass die Akkus schon nach einigen Monaten ihren Dienst versagen . NIMH ist hier besonders anfällig: wenig benutzt, ansonsten permanent in der Ladehalterung = tot nach ca. 8 bis 12 Monaten. Hoher Innenwiderstand auf Grund interner Oxidation, die mit normalen Mitteln nicht mehr rückgängig gemacht werden kann .
By the way :
NICD oder NIMH - Akkus für Funkgeräte ? Was meint Ihr ? Wie sind Eure Erfahrungswerte ? Soll ich einen neuen Thread dazu aufmachen ?
@ Moderatoren : Bitte evtl . in einen neuen Thread verschieben , wenn genug Resonanz kommt :-)
Meine Antwort gleich mal vorweg :-)
Ich bevorzuge NICD oder die NIMH mit neuer Technologie ( ähnlich Eneloop ) , die nicht dauernd im Lader verbleiben müssen .
NICD :
Meiner Erfahrung nach sind das die Arbeitspferde schlecht hin . Sie verkraften auch eine schlechte Behandlung , denn in den meisten Fällen können sie durch die richtige Lade / Entladetechnik wieder fit gemacht werden . Gute Spannungslage , niedriger Innenwiderstand ( der sich vor allem nicht so schnell erhöht wie bei den NIMH ) , das gute Temperaturverhalten ( vor allem bei Kälte ) und die geringe Selbstentladung sind Vorteile , die ich bei NIMH vermisse. Wir haben NICD - Akkus die schon gute 6 - 8 Jahre alt sind , noch ca. 90 % Kapazität und einen niedrigen Innenwiderstand ( ca. 250 mOhm ) haben ; es sind überwiegend GP900 - NICD - Akkus von Alexander, orginale Akkus von Motorola und ein paar von Axcom sind dabei . Alle noch tiptop in Ordnung. Gepflegt werden sie regelmäßig , d.h. spätestens alle 2 Monate werden sie mehrfach entladen und geladen. Ansonsten stehen sie in Wetech-Ladehalterungen , die permanent bestromt sind.
NIMH :
Schlechtes Temperaturverhalten , gerade bei Kälte; der Innenwiderstand ist von Haus aus höher als bei NICD , das langsame Ansteigen des Innenwiderstandes lässt sich auch durch noch so gute Pflege kaum vermeiden . Der Killer Nr. 1 ist das ständige "auf Spannung halten" ( auch genannt : "Erhaltungsladung" ) , wie es üblicherweise in allen Fahrzeug-ladehalterungen geschieht. Die Vorteile der höheren Kapazität sind zwar nicht von der Hand zu weisen , allerdings kommt man , wenn man die Akkus regelmäßig prüft und misst , schnell darauf dass die NIMH das ständige Laden recht ungnädig mit irreversiblem Kapazitätsverlust bestrafen . Der Kap - Vorteil gegenüber NICD ist recht schnell dahin. Und die hohe Selbstentladung... ein NIMH - Akku , der schon 12 Monate oder mehr auf dem Buckel hat , hat sich nach ca. zwei bis drei Wochen "Liegezeit" soweit selbst entladen dass er nicht mehr zuverlässig einsatzbereit ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass fast alle NIMH nach spätestens drei Jahren schrottreif sind , egal wie gut man sie pflegt. Wir verwenden für die Akkupflege sehr gute Ladetechnik ( ALC 8500 e.t.c. )
Trotz aller Liebe sind NIMH nicht lange am Leben zu erhalten, weil der Innenwiderstand permanent ansteigt.
Hoher Innenwiderstand = signifikanter Spannungseinbruch bei Last -> Funkgerät geht aus sobald Sendetaste gedrückt wird. Im Winter werden solche Akkus unberechenbar , also reif zur Ausmusterung . Hoher Innenwiderstand = hohe Selbstentladung.
Von der sonst so angepriesenen NIMH - Technologie bin ich ein wenig entäuscht , wenn ich erhrlich bin. Ob der hohe Akkuverschleiß an NIMH im Vergleich zu NICD wirklich umweltfreundlicher ist , kann ich nicht beurteilen - aber ich wage es zu bezweifeln. Die Dinger herzustellen kostet auch Energie e.t.c. - aber darum soll es hier nicht gehen.
Zur Zeit sind die neuen Akkus mit Eneloop - Technik im Test , bisher bin ich begeistert . Näheres folgt , sobald die Langzeiterfahrungen da sind und Interesse besteht .
M
Na dann mal los , wie sind Eure Erfahrungen ?




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