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Thema: Neues von DIGITALEM BOS Funk

  1. #166
    Registriert seit
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    Servus!

    Wieder eine aktuelle Meldung von Heise.de:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/60164

    Unser Beckstein hat doch ab und zu mal die richtigen Worte...

    Gruß
    Alex
    Zitat Zitat von Sir Quickly (Irgendwie und sowieso)
    Dahoam is do wos Gfui is.

  2. #167
    LA_Zi Gast
    ich sag dazu nur noch, dass der Digitale Bos-Funk jetzt nur noch Bürokratisiert wird. Bin mal gespannt, wie schnell wir das jetzt Ergebnisse sehen. Bin ja von unseren Staatsdienern nicht mehr sonderlich überzeugt. Wahrscheinlich kommt jetzt erst ein 17.000 Seiten Vertrag, wie es bei Toll-Collect der Fall war. Ich bin wirklich mal richtig gespannt.

  3. #168
    Status-6 Gast

    Digitaler Behördenfunk:

    Das Vorgehen der Regierung erinnere "fatal" an die Unterzeichnung der Verträge zur Lkw-Maut kurz vor den Bundestagswahlen 2002.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/60236

  4. #169
    Registriert seit
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    Hallo!

    Recht haben die Schwarzen!!!!!
    Mfg
    FunkerVogth

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  5. #170
    Registriert seit
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    125
    Original geschrieben von Ebi
    :-) Schon wieder ein neuer Thread zu einem schon 1000 mal durchgehacktem Thema.
    Häng ihn doch einfach an:
    http://www.funkmeldesystem.de/foren/...threadid=17677
    an.
    mfg
    Ebi
    Ach was; viel zu einfach: lieber was neues aufmachen: Wer denkt denn schon mit uns nutz die Suche?


    _________________________________________
    Wer Ironie gefunden hat, darf sie gerne behalten.
    Ich weiß es nicht besser, ich hab mich nur erkundigt!

  6. #171
    Registriert seit
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    Servus!

    Ich hab' die Beiträge mal zusammengeführt.

    Gruß
    Alex
    Zitat Zitat von Sir Quickly (Irgendwie und sowieso)
    Dahoam is do wos Gfui is.

  7. #172
    Registriert seit
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    Hallo!

    Hatte gestern mal Gelegenheit eine Feuerwache in deutschsprachigen Teil von Belgien zu besichtigen.

    Damit verbunden natürlich auch die Funktechnik, die noch analog im 2m-Band stattfindet.
    Es gab auch ein 4m-BOS.Gerät (ich gaub SEL 57) welches den Kontak zur BF Aachen herstellen sollte.

    Da Belgien auch zur Zeit Tetra einführt (hier ASTRID genannt, kompatibel mit Tetra25, siehe Pilotprjekt Dreiländereck) kam natürlich die Frage nach dem örtlichen Starttermin.

    Zeitpunkt ist bis ende des Jahres.
    Probleme: die Kohle, natürlich hier auch ein Problem aber auch die Standortwahl für die Sendeeinrichtungen.
    Denn: die Leute wehren sich gegen die Aufstellung dieser Anlagen.

    Auch hat die Feuerwehr dort schon das niederländische Tetrasystem vorgeführt bekommen und es gab auch schon Erfahrungsaustausch von dort:

    Es gibt wohl dort tatsächlich Probleme mit dem System:
    Die Feuerwehrleute haben wohl immer noch ihren alten Pager dabei, da es bei der neuen Alarmierung bis zu 1 min Verzögerungen bei der Alarmierung gibt.

    Auch soll es zu Verzögerungen bei Funkgesprächen gegeben haben, allerdings ob das so stimmte oder nicht eine andere Ursache hatte....

    Es war wohl so, das der Kamerad im DL-Korb wohl mehr Druck haben wollte und es per Funk der betreffenden Person mitteilen wollte - letztendlich mußte er heruntersteigen um es persönlich zu übermitteln. Kurioserweise kam dann aber auch mehrmals wiederholte Bitte dann auch, aber zu spät per Funk durch.
    Nur wäre das ne Verzögerung von Minuten!!!

    Ob hier DMO gefahren wurde bezweifele ich, wie gesagt so hat man es geschildert.....kann sich jetzt jeder seinen Reim drauf machen.

    Na ja ansonsten das übliche: in Gebäuden miese Funkverbindung
    Mfg
    FunkerVogth

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  8. #173
    Registriert seit
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    Moin Moin,

    und wiedereinmal was zum Thema:

    Bundesanstalt für Digitalfunk: Start zweifelhaft

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/60517
    Gruss Flo

  9. #174
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    Hallo!

    Die nächste Runde.........in der wievielten sind wir jetzt.....????


    Schily bekommt Ärger mit Vodafone

    Bundesinnenminister Otto Schily droht Ungemach bei seinem Großprojekt "digitaler Sicherheitsfunk." Der britische Mobilfunk-Gigant Vodafone sieht nämlich einen Verstoß gegen EU-Recht darin, daß Schily Mitte März den Betrieb des Netzes ohne Ausschreibung an die DB Telematik, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, vergeben hat. "Wir haben große Zweifel an der Rechtmäßigkeit der freihändigen Vergabe", sagte Peter Schmitz, Vodafone-Projektleiter für den Digitalfunk, der WELT. "Deswegen lassen wir das jetzt rechtlich von der Vergabekammer prüfen." Es steht viel auf dem Spiel: Wer künftig den Polizei- und Feuerwehrfunk betreibt, kassiert in den nächsten zehn Jahren bis zu zwei Mrd. Euro


    http://www.welt.de/data/2005/06/18/733549.html

    Also mal abgesehen von dem bekannten HICKHACK, interessant ist doch der letzte Satz: "..........wer künftig den Polizei- und Feuerwehfunk betreibt......".

    Ich verstehe das so, das man letztendlich das Netz aus der Hand gibt, und das als Sicherheitsorganisationen.

    Ich bin der Meinung, das gerade diese Behörden, die Netze selbst betreiben sollen. Ein Wahnsinn das herauszugeben.
    Mfg
    FunkerVogth

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  10. #175
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    Man sieht mal, das selbst in der Politik das Wort Outsourcing (hoffe ich hab es richtig geschrieben *gg*) eine immer gößere Rolle spielt.

    *ironie an*
    Wie wärs wenn wir den Posten des Bundeskanzler outsourcen z.B. an den Franzosen bzw. in den billigen Osten??
    *ironie aus*
    MfG Basti

    Ich wünschte, du könntest dir die physischen, emotionale und mentale Belastung von stehengelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen, zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen haben.

  11. #176
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    Ha Ha Ha Ha Ha Ha HA.........Vorsicht TETRA kommt........

    ...........auf Gleis 1 (allerding mit Verspätung - wie immer bei der Bahn) :-)


    Nächste Runde:

    Im Funkloch
    Deutsche Sicherheitskräfte müssen wegen Politik-Hickhack auf moderne Technik verzichten
    von Lutz Frühbrodt


    Die Polizei in Hamburg testet bereits ein Gerät, mit dem Daten beim BKA abgefragt werden können
    Foto: dpa
    Frankfurt/Main - Im Flugzeug Richtung Fernost saßen Otto Schily und Hartmut Mehdorn nebeneinander. Beim Plausch mit dem Deutsche-Bahn-Chef kam dem Bundesinnenminister plötzlich eine Idee. "Ließe sich nicht der digitale Sicherheitsfunk auf das Kommunikationsnetz der Deutschen Bahn aufsetzen?" wollte Schily wissen. "Na klar!" antwortete Mehdorn.


    So oder ähnlich soll sich der Bundesinnenminister entschieden haben, den geplanten Betrieb des digitalen Funknetzes der Deutsche-Bahn-Tochtergesellschaft DB Telematik zu geben. Damit konnte Schily nach zehnjährigem Hickhack endlich den gordischen Knoten durchtrennen. Bund und Länder sind sich zwar darin einig, den völlig veralteten analogen durch einen modernen digitalen Funk für Polizei und Feuerwehr zu ersetzen, doch stritten beide Seiten darüber, wer das Netz in welcher Höhe finanzieren soll. So preschte Schily dann im März vor, weil er vom Gefeilsche die Nase voll hatte. Seine klare Botschaft: Der Bund baut ein Rumpfnetz, die Länder können nachziehen - auf eigene Kosten wohlgemerkt.


    Schilys Coup erwischte nicht nur die Bundesländer auf dem falschen Fuß, auch für die Konkurrenten der DB Telematik war es eine böse Überraschung - allen voran für den britischen Mobilfunk-Giganten Vodafone, dessen Deutschland-Tochter den digitalen Polizeifunk über ihr GSM-Netz laufen lassen will. "Wir haben große Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Vergabe durch das Bundesinnenministerium", klagt Peter Schmitz, Vodafone-Projektleiter für den Digitalfunk. "Deswegen lassen wir das jetzt rechtlich von der Vergabekammer prüfen." Nach EU-Recht hätte der Betrieb des deutschen Netzes ausgeschrieben werden müssen, ist Schmitz überzeugt.


    Es steht viel auf dem Spiel: Der Betreiber des neuen Polizeifunks kassiert bis zu zwei Mrd. Euro - verteilt über zehn Jahre und bezogen auf das Gesamtnetz. Noch ist für Vodafone nichts verloren, denn die Länder haben über den Betrieb noch nicht entschieden. Und auch für das Bundesnetz gibt es bisher nur eine Absichtserklärung des Innenministeriums. "Wir haben noch keinen endgültigen Zuschlag", gibt Robert Simmeth, Chef der DB Telematik, zu. "Wir sind mitten in Verhandlungen."


    Allerdings läßt Simmeth auch keinen Zweifel daran, daß die Bahn-Tochter nicht nur den Zuschlag für das Bundes-, sondern auch für das Gesamtnetz bekommen will. "Mit über 150 000 Nutzern betreiben wir bereits das größte Privatnetz in Deutschland", preist er die Vorzüge seines Unternehmens an. Zudem habe die DB Telematik ihr Funknetz bereits vom analogen in den digitalen Modus überführt. Und last but not least: "Wir haben große Erfahrung in Verhandlungen mit Behörden und kennen die Mechanismen. Wir sind daher zuversichtlich, ein solches Projekt zeitnah zu realisieren." Was auch immer dies genau heißen mag.


    Ursprünglich wollte die Politik, daß alle Sicherheitskräfte bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 digital funken. Seit 2003 hieß es schon kleinlauter, zumindest die WM-Städte sollten mit der neuen Technik abgedeckt werden. Nun sind die Ziele noch weiter heruntergeschraubt worden. So hofft die DB Telematik, daß der alte analoge Funk technische Basis bleibt und um einige digitale Komponenten ergänzt wird. Doch andere Bewerber bezweifeln, daß bei der Fußball-WM überhaupt digital gefunkt wird. "Hunderte oder gar Tausende von Sicherheitskräften lassen sich nicht so schnell schulen", sagt Norbert Quinkert, Deutschland-Chef des US-Konzerns Motorola. "Technisch ließe sich die Digitalisierung hingegen schnell umsetzen."

    Nur muß der Bund auch hierfür erst einmal die Weichen stellen. Systemtechnik und Netzbau sollen rund 1,5 Mrd. Euro kosten, wobei der Großteil auf die Bundesländer entfiele. Ursprünglich wollte das Bundesinnenministerium an diesem Dienstag die Ausschreibung starten. Doch verschob Schily kurzfristig den Termin um vier Wochen. Zum einen weil sich das Ministerium noch nicht mit der DB Telematik einigen konnte. Zum anderen weil Schilys kurzfristig lanciertes Projekt einer "Bundesanstalt für Digitalfunk" äußerst umstritten ist. Die Länder fordern ein Mitspracherecht. Und die Opposition kritisiert den Vorstoß als frechen Versuch Schilys, ein Teil seines Personals kurz vor dem drohenden Regierungswechsel mit Pöstchen zu versorgen.


    Sollte die Union von Herbst an den Bundesinnenminister stellen, könnte sich einiges ändern. "So wird ein CSU-Minister sicher eine gütliche Einigung mit den Ländern suchen", glaubt einer der Bewerber. Ob dies den Entscheidungsprozeß beschleunigt oder nicht, weiß keiner. Die offizielle Linie lautet: Bis Ende des Jahres sollen die Würfel fallen. Dann würde Deutschland endlich Albanien überholen. Denn alle anderen Länder in Europa haben den digitalen Sicherheitsfunk bereits eingeführt.


    Der Link zum Drama:

    http://www.welt.de/data/2005/06/22/735262.html
    Mfg
    FunkerVogth

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  12. #177
    Registriert seit
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    Fahrplan zum digitalen Behördenfunk weiter offen

    Guten Abend,

    und mal wieder etwas über den Dauerbrenner.

    Fahrplan zum digitalen Behördenfunk weiter offen

    Auf einer Anhörung im Innenausschuss des Bundestags am heutigen Montag in Berlin waren sich Experten uneins in der Bewertung des rot-grünen Gesetzesentwurfs zur Errichtung einer "Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" (BDBOS-Gesetz). Die Regierungskoalition will mit dem Vorstoß zu der vom Bundeskabinett bereits beschlossenen Etablierung der Institution öffentlichen Rechts die marode Situation beim analogen Behördenfunk rascher beenden und insbesondere das Vergabeverfahren für die nächste Generation der Kommunikation zwischen den Sicherheitsbehörden erleichtern. Während die künftigen Anwender das Gesetz begrüßen, zieht sich durch die Länder eine Kluft zwischen Befürwortern und Gegnern der Initiative.

    Laut dem Leiter der Berliner Feuerwehr, Andreas Broemme, hat die von der Opposition zum jetzigen Zeitpunkt abgelehnte Bundesanstalt den "klaren Auftrag", für Abstimmung zwischen Bund und Ländern zu sorgen. Ihm käme die Gründung eines "kleinen, feinen, schlagkräftigen Bundesamtes" daher sehr gelegen, um das anstehende milliardenschwere Digitalisierungsprojekt "präzise zu verfolgen". Eile sei geboten, da die Unterhaltung des analogen Funksystem "sehr viel Geld" verschlinge und etwa beim Rettungsdienst Patientendaten bislang noch immer unverschlüsselt verteilt würden.

    Auch Rüdiger Korp vom nordrhein-westfälischen Innenministerium sprach von Dringlichkeit. Die geplante neue Anlaufstelle für die "Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" (BOS) käme auch der Industrie zugute, da sie damit "einen rechtlich verbindlichen Auftraggeber" erhalte. Zudem seien alle Beteiligten mit der Anstalt besser in der Lage, "kurzfristig Entscheidungen über technische Neuentwicklungen zu treffen". Es sei aber wichtig, die Einbindung der Länder "über entsprechende Organe sicherzustellen". Der Landespolizeidirektor Wolfgang Pistol aus dem Innenministerium Schleswig-Holsteins sieht das Gesetz ebenfalls geeignet, ein wichtiges Instrument zur beschleunigten Einführung des Digitalfunks zu schaffen. Es gäbe dann "eine zentrale staatliche Stelle, die für Ausschreibungen zuständig ist." Eine "gewisse Gefahr" ist laut Pistol zudem "in Verzug", da für die Analogtechnik zum Teil kaum noch Ersatzteile zu bekommen seien und eine weitere analoge Zwischenlösung "völlig inakzeptabel ist".

    In Hessen sieht man die Sache anders. Staatssekretär Harald Lemke kritisierte scharf das "unakzeptable Vorgehen des Bundes." Bundesinnenminister Otto Schily hätte die gemeinsame Dachvereinbarung mit den Ländern bereits mit der Strategie, zunächst ein "Rumpfnetz" zu etablieren, verlassen. Die Innenministerkonferenz der Länder habe zwar die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, das Vorgehen zu stützen. Doch noch sei die geforderte Klärung des Zusammenspiels zwischen beiden Seiten sowie der Kosten nicht erfolgt. Lemkes Schlussfolgerung: "Wir befinden uns mit diesem Projekt in einem rechtlich frei schwebenden Zustand." Bevor eine Bundesanstalt für den Aufbau und Betrieb eines konkreten Netzes ins Leben gerufen werden könne, sei erst ein Betreibervertrag in Eckpunkten sowie ein Verwaltungsabkommen mit den Ländern erforderlich. Ferner sorgte sich der Staatssekretär darum, wer künftig die Standards in dem "größten IT-Projekt für die Landespolizeien" setze. Es könne nicht angehen, dass "der Betreiber definiert, was er alles braucht, und wir können das dann alles zahlen."

    Ebenfalls für verfrüht hält Norbert Hauser vom Bundesrechnungshof den Zeitpunkt für die Errichtung der Anstalt. Er sieht die Gefahr, dass über die Länder doch wieder Sand ins Getriebe kommt. Zudem erinnerte er daran, dass im Bundeshaushalt 2005 "kein Euro" für die Anstalt eingestellt sei, die jährliche Betriebskosten von drei Milliarden Euro verursachen soll. Falk Peters von der "European Society for eGovernment" (ESG) bezeichnete den Entwurf ferner als "typischen Akt von Ratlosigkeit". Angesichts der Tatsache, dass die Wirtschaft bereits in den vergangenen fünf Jahren "80 bis 90 Millionen Euro Kosten" in die Vorbereitungen des Projekts gesteckt habe und nun allein eine neue Behörde vorerst dabei herauskomme, werde deren Ruf "von Anfang an schlecht sein". Besser wäre es, die Ausschreibung endlich auf den Weg zu bringen, was eine "eigene Abteilung im Bundesinnenministerium stemmen" könnte.

    Der Passauer Öffentlichkeitsrechtler Dirk Heckmann bezeichnete den Entwurf gar als "Rumpfgesetz passend zum Rumpfnetz" mit gravierenden Fehlern. So sei geplant, die Bestellungsverfahren für den Präsidenten und den Verwaltungsrat erst später zu regeln. Ohne die entsprechende Satzung könnten diese aber nicht berufen werden. Formal-juristisch hätte der Bund zudem die Gesetzgebungskompetenz, da Telekommunikationsrecht und bundespolizeiliche Angaben berührt würden. Materiell gehe es aber um die innere Sicherheit, wofür die Länder zuständig sind. Deren Interessen müssten daher stärker mit eingebracht werden.

    Heckmann sah es zudem als möglich an, dass der Bundesrat dem Gesetz zustimmen muss. Davon geht die Bundesregierung bislang nicht aus. Der rot-grüne Entwurf soll vielmehr im Eilverfahren schon am Donnerstag in den abschließenden Lesungen beschlossen werden. Stellt sich die Länderkammer danach quer, müsste ein Vermittlungsverfahren einberufen werden. Ob sich vor eventuellen Neuwahlen darauf hin noch eine "Kanzlermehrheit" für das Gesetz finden ließe, erscheint zweifelhaft.


    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/61118
    Gruss Flo

  13. #178
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    22.04.2002
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    Bundestag beschließt Errichtung einer Bundesanstalt für den Behördenfunk

    Mit rot-grüner Mehrheit hat der Bundestag am gestrigen Donnerstagabend den umstrittenen Entwurf für ein Gesetz zur "Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) verabschiedet -- die Verabschiedung war der letzte Rechtsvorstoß eines wahren Gesetzgebungsmarathons der noch regierenden Koalition vor dem Stellen der Vertrauensfrage durch den Bundeskanzler. Eine Debatte fand nicht mehr statt, da die Abgeordneten ihre Reden zu Protokoll gaben. Die geplante öffentliche Einrichtung soll die Aufgabe haben, ein bundesweit einheitliches digitales Sprech- und Datenfunksystem für die Sicherheitsbehörden aufzubauen und zu betreiben. Zunächst geht es darum, ein "Rumpfnetz" in Zusammenarbeit mit der DB-Telematik zum Laufen zu bringen. Die Wahrnehmung der hoheitlichen Aufgaben der Länder soll im Rahmen eines Verwaltungsabkommens mit übernommen und koordiniert werden. Über den gleichzeitig zu bestellenden Verwaltungsrat sollen die Bundesländer Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte in der Bundesanstalt erhalten.

    Der bei einer Anhörung im Innenausschuss am Montag laut gewordenen Kritik an den formal-rechtlichen Bestimmungen versucht die Regierungskoalition mit kleinen Änderungen am ursprünglichen Entwurf beizukommen. Der Präsident der Anstalt soll demnach bereits vorab installiert werden, damit die Arbeitsrichtlinien der Behörde überhaupt korrekt erlassen werden können. Andernfalls wäre die Handlungsfähigkeit der Anstalt bedroht gewesen. Zudem wird die Stellung des Parlamentes bei der Kontrolle der Einrichtung verstärkt. So soll neben dem Bundesfinanz- und Bundesinnenminister auch der Haushaltsausschuss des Bundestags mit ein Auge auf wichtige, auch die Privatwirtschaft betreffende Entscheidungen haben.

    Die Opposition stimmte gegen den Gesetzesentwurf, der damit möglicherweise vom Bundesrat noch bis zu eventuellen Neuwahlen verzögert werden könnte. Die Länderkammer ist zwar nicht zustimmungspflichtig, könnte aber trotzdem ein Vermittlungsverfahren beantragen. Ob Rot-Grün dieses noch abweisen könnte, steht momentan in den Sternen. Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hartmut Koschyk, und der zuständige Berichterstatter Ralf Göbel hatten im Vorfeld der gestrigen Abstimmung "verfassungsrechtliche, vergaberechtliche und kartellrechtliche Bedenken" geäußert. Der Entwurf ist ihrer Ansicht nach "fehler- und mangelhaft". Die Errichtung der Bundesanstalt sei für das vorrangige Weiterbetreiben des Vergabeverfahrens für den Digitalfunk zudem gar nicht notwendig.


    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/61289
    Gruss Flo

  14. #179
    Registriert seit
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    129
    So, eine Anstalt wurde ins Leben gerufen...:) ?
    Korrigiert mich, wenn ich was Falsches schreibe, aber ich bin der Überzeugung, dass der Digitalfunk wohl in diesem Jahrhundert nicht realisiert wird.


    Gruss
    Fuxe

  15. #180
    Registriert seit
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    .......Irrenanstalt........


    das erste was Du denen mal in die Hand geben mußt, aber auch allen anderen "EXPERTEN" ist ein Walkie Talkie und selbst damit wissen die noch nix G'scheites anzufangen.

    Und so sieht dann letztendlich das Gesamtkonzept aus.
    Mfg
    FunkerVogth

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