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Thema: Neues von DIGITALEM BOS Funk

  1. #196
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    Digitaler Behördenfunk bleibt eine Frage des Geldes

    Die Kommunalgewerkschaft für Beamte und Arbeitnehmer (Komba) kritisiert den Beschluss des Bundesrates, zum Gesetzentwurf zur Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk namens BDBOS den Vermittlungsausschuss anzurufen. Die nächste Sitzung des Gremiums ist für den 5. September angesetzt und liegt damit noch vor den möglichen Termin der vom Kanzler angestrebten vorzeitigen Neuwahlen zum Bundestag. Der Komba-Bundesvorsitzende Heinz Ossenkamp wirft den Politikern vor, "Machtfragen über Sachfragen" zu stellen. Das Thema Sicherheit biete für Machtfragen jedoch "absolut keinen Platz".


    Die Gründung der Bundesanstalt ist laut Komba ein wichtiger Meilenstein beim Aufbau eines gemeinsamen Digitalfunknetzes der Behörden und Organisationen mit Sicherheitaufgaben (BOS). Die Bundesanstalt sei eine geeignete Institution, die Interessen von Bund und Ländern gegenüber den Lieferanten der Funktechnik zu vertreten und für einen zügigen Aufbau des Netzes zu sorgen. Die Verzögerung des BDBOS-Gesetzes durch den Bundesrat ist laut Komba "umso ärgerlicher", als das Vergabeverfahren für die Systemtechnik bereits in Gang sei.

    In seinem Beschluss vom 8. Juli (PDF-Datei) verlangt der Bundesrat, dass der von den Regierungsfraktionen eingebrachte Gesetzentwurf "grundlegend" überarbeitet wird. So verlangt die Länderkammer, dass der Bund vor der Errichtung der BDBOS ein Verwaltungsabkommen mit den Ländern abschließt und nicht danach. Aus Ländersicht stellt dies eine unabdingbare Voraussetzung für die föderale Zusammenarbeit unter dem Dach einer Bundesanstalt dar.

    Dem Regierungsentwurf fehlt laut Bundesrat eine Regelung zur Kostenverteilung zwischen den Beteiligten. Schutz- und Kriminalpolizei fallen in den Hoheitsbereich der Länder -- damit entscheidet jedes Bundesland autonom über Finanzierung und technische Ausstattung seiner Polizeikräfte. Zu den BOS zählen aber auch Bundeseinrichtungen wie die Bundespolizei (vormals BGS), das Technische Hilfswerk sowie kommunale Einrichtungen wie die Berufsfeuerwehr -- mithin erscheint die Koordinierung der einzelnen Interessen als Mammutaufgabe. Zudem lasse die vom Bundesinnenminister Otto Schily gestartete Ausschreibung eines BOS-Rumpfnetzes vergabe- und kartellrechtliche Fragen offen.

    Vor dem Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hatte Schilys Amtskollege Günter Beckstein am gestrigen Mittwoch erklärt, dass er nach derzeitigen Schätzungen mit Kosten in Höhe von rund 776 Millionen Euro für den Zeitraum von 2006 bis zum Jahr 2020 rechnet: In dem Betrag seien alle Kosten vom Aufbau und bis zum Betrieb des BOS in Bayern enthalten. Die größten Kostenblöcke seien die -- vom Bund geschätzten -- Kosten für das Funknetz in Bayern von 561 Millionen Euro sowie 215 Millionen Euro für Endgeräte, eigenes Personal, Leitstellenanbindung sowie Abbau und Entsorgung der analogen Ausstattung. Im Haushalt 2005 / 2006 des Freistaats ist für den Digitalfunk eine so genannte Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 630 Millionen Euro veranschlagt. Diese soll nach Vorliegen detaillierterer Zahlen im Herbst angepasst werden.

    Kritisch äußerte sich Beckstein hingegen zu dem vom Bund vorgesehenen Mindeststandard GAN, der von der Gruppe "Anforderungen an das Netz" formuliert worden war (PDF-Datei, 255 kByte). Dieser macht Abstriche an der Netzversorgung innerhalb von Gebäuden, um Kosten zu sparen. Beckstein kündigte hingegen an, in Bayern weitere aus "einsatztaktischer Sicht notwendige" Netzmerkmale zu realisieren. Dazu zähle, dass in Siedlungsgebieten auch im Gebäudeinneren Handsprechfunkgeräte grundsätzlich funktionieren und dort auch die Funkmeldeempfänger (Pager) empfangsbereit sind.

    Quelle:http://www.heise.de/newsticker/meldung/61720
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  2. #197
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    Digitaler Behördenfunk startet 2007 in Niederösterreich

    Digitaler Behördenfunk startet 2007 in Niederösterreich


    Sicherheitskräfte im Bundesland Niederösterreich sollen ab 2007 gemeinsam ein Digitalfunknetz im Tetra-Standard nutzen -- dies sieht eine heute von dem zuständigen Landesrat Josef Plank und der österreichischen Bundesinnenministerin Liese Prokop (beide ÖVP) unterzeichnete Vereinbarung vor. Die Errichtung von 230 Sendestandorten in Niederösterreich kostet laut Landesregierung Niederösterreich rund 10 Millionen Euro, wovon das Land lediglich 20 Prozent trägt -- die übrigen 80 Prozent gehen zu Lasten des Bundeshaushalts. Für ganz Österreich sind für den Aufbau der Netzinfrastruktur 133 Millionen Euro projektiert. Das neue Blaulichtfunknetz soll laut einer Meldung des ORF insgesamt neun bis elf Millionen Euro kosten. Die jährlichen Betriebskosten werden der Rundfunkanstalt zufolge auf 300.000 bis 400.000 Euro geschätzt.
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    In Österreich wird der Behördenfunk allgemeinverständlich als "Blaulichtfunk" apostrophiert, Fachleute bevorzugen die sperrige Abkürzung BOS für "Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaugaben". Interessant erscheint aus deutscher Sicht, dass NÖ zum Kreis der Nutzer des neuen BOS-Netzes über Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und weitere Rettungsorganisationen auch das Bundesheer -- mithin die Armee -- zählt. Nach Auskünften der niederösterreichischen Landesregierung soll etwa im Fall eines Hochwassers sichergestellt sein, dass alle Helfer unabhängig von der Organisationszugehörigkeit dasselbe für die BOS reservierte Netz nutzen. Im Katastrophenfall sollen alle behördlichen Fachabteilungen mitfunken, deren Mitwirkung im Katastrophenschutz unerlässlich ist -- dazu zählen die Katastrophenschutzabteilungen der Bezirkshauptmannschaften und der niederösterreichischen Landesregierung, der niederösterreichische Straßendienst und die Energieversorger.

    Damit fassen die Österreicher den Nutzerkreis ähnlich weit wie die Finnen in ihrem VIRVE-Netz, das inzwischen landesweit ausgebaut und zum Beispiel auch von Geldtransportfirmen, die für die Staatsbank unterwegs sind, genutzt wird. Dank der relativ hohen Nutzerzahl und des Betreibermodells ist es in Finnland gelungen, die Kosten für Aufbau und Betrieb eines eigenständigen BOS-Netzes in einem für die öffentlichen Haushalte vertretbaren Rahmen zu halten.

    Umgesetzt wird das Projekt in Niederösterreich von einem Konsortium der Unternehmen Motorola und Alcatel. Laut der heute von der niederösterreichischen Landesregierung verbreiteten Mitteilung ist für die Realisierung die Einbindung aller Bundesländer "vorgesehen". Die vorsichtige Formulierung ist auf das Scheitern des ersten österreichischen Versuchs zurückzuführen, unter dem Namen Adonis ein BOS-Netz einzuführen. Mit Vorschusslorbeeren wie "Tetra-Netz des Jahres" versehen, scheiterte das Projekt im Juni 2003. Als Gründe für den Misserfolg lassen sich zum einen Abstimmungsfehler zwischen den beauftragtgten Unternehmen identifizieren, zum anderen scheiterte Adonis an einem strukturell falschen Kostenmodell: Da sich weniger Nutzer als geplant für die Teilnahme am Digitalnetz entschieden, schossen die laufenden Kosten für die übrigen Nutzer in die Höhe.


    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/61795
    Gruss Flo

  3. #198
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    Digitaler Behördenfunk: Bundeskartellamt billigt Pläne des Bundes


    Das Bundesinnenministerium (BMI) darf die DB Telematik mit dem Betrieb des so genannten BOS-Digitalfunknetzes beauftragen. Dies ist nach Angaben des BMI das Ergebnis eines Nachprüfungsverfahrens, das vor der 3. Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt gestern in Bonn beschieden wurde. Die Vergabekammer habe den Nachprüfungsantrag eines "großen Unternehmens der Mobilfunkbranche" als unstatthaft verworfen, teilte das BMI weiter mit.
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    Nach Informationen von heise online hatte der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone D2 diesen Nachprüfungsantrag gestellt. Hierzu erklärte Vodafone-Sprecher Heiko Witzke lediglich, dass sein Unternehmen derzeit den Sachverhalt prüfe und zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden werde, wie Vodafone D2 auf diesen Sachverhalt reagiere. Vodafone bietet den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) an, ihren Funkverkehr über sein bestehendes Mobilfunknetz abzuwickeln, das hierfür mit BOS-GSM-Funktionen erweitert werden soll. Witzke bekräftigte gegenüber heise online die Position von Vodafone D2, dass diese GSM-Variante unter technischen ebenso wie wirtschaftlichen Gesichtspunkten das beste Angebot für die deutschen BOS darstelle. Allerdigs wäre Deutschland das erste Land, das diese Weiterentwicklung des für die Eisenbahnen entwickelten GSM-R für den BOS-Funk einsetzen würde.

    Binnen zwei Wochen kann gegen die Entscheidung des Kartellamts beim zuständigen Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf Beschwerde eingereicht werden. Nach Auskunft eines BOS-Experten wäre ein Entscheid des OLG nicht mehr vor einem anderen deutschen Gericht anfechtbar: Die Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe sei nicht gegeben, da es sich beim Spruch einer OLG-Vergabekammer nicht um ein Gerichtsurteil im herkömmlichen Sinne, sondern um "fiskalisches Handeln" des Staats handele. Würde auch die Vergabekammer am OLG wie das Kartellamt entscheiden, bliebe dem betroffenen Unternehmen nur noch die Möglichkeit, den Europäischen Gerichtshof anzurufen.

    Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hatte im Frühjahr einen Vorstoß unternommen, mithilfe der DB Telematik, einem Tochterunternehmen der bundeseigenen Bahn, ein separates Rumpfnetz für die BOS zu errichten. Mit diesem Vorstoß beabsichtigte Schily, dem durch Auseinandersetzungen zwischen Bund und Ländern jahrelang blockierten BOS-Projekt zum Durchbruch zu verhelfen. Die Bundesländer hatten in einem "Umlaufbeschluss" vom 18. März diesem Vorhaben grundsätzlich zugestimmt. Einige Bundesländer meldeten jedoch vergaberechtliche Bedenken gegen den folgenden Teilnahmewettbewerb an, in dem das BMI "Lieferung, Installation, Inbetriebnahme und Support der Funksystemtechnik", nicht jedoch den Betrieb des BOS-Netzes ausgeschrieben hatte. Aus den Teilnahmeunterlagen ergibt sich eine klare Präferenz für den TETRA-Standard, der bereits in zahlreichen Staaten für Sicherheitsaufgaben genutzt wird. Laut der heutigen Miteilung des BMI ist mit dem nächsten Schritt der Ausschreibung, nämlich der Veröffentlichung der Verdingungsunterlagen, "nach derzeitigem Planungsstand Anfang August 2005" zu rechnen.


    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/61887
    Gruss Flo

  4. #199
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  5. #200
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    Servus!

    Ich versteh'
    zwar nicht, was das mit GSM-R zu tun haben soll, aber naja...

    Gruß
    Alex

    P.S.: Ich hab' die Beiträge zusammengeführt.
    Zitat Zitat von Sir Quickly (Irgendwie und sowieso)
    Dahoam is do wos Gfui is.

  6. #201
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    Hallo!

    ....och villeicht ist das mit der GSM-Basis gar nicht soweit hergeholt....


    ...letztens wurde sogar UMTS ins Gespräch gebracht......

    ...alles nur immer wieder was neues und alles nur bla bla...

    Wie gesagt, wir sollten doch lieber abwarten und es höchstens bei den News-Postings belassen, die sind ja ausreichend und jeder ist dann über den aktuellen Stand informiert.

    Alles andere ist doch nur sinnloses spekulieren.
    Die Meinungen zum Thema haben ja alle bis jetzt auch geäußert.
    Geändert von FunkerVogth (24.07.2005 um 01:56 Uhr)
    Mfg
    FunkerVogth

    Und jetzt Werbung:
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  7. #202
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    Hallo,

    ich blick da nicht mehr durch. Heißt das jetzt das wir ein digitales Funksystem auf GSM Basis bekommen?
    Oder soll sich die DB Telematik nur mit dem Aufbau eines Funksystems beschäftigen?

    WAs ist mit TETRA?

    Gruß 80
    Gruß 80

  8. #203
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    Moin...

    Deutschland will doch immer sein eigenes Süppchen kochen. Ob es Sinn ergibt oder nicht! Hauptsache es ist teuer und nicht kompatibel zu anderen Ländern. --> Weil wäre ja zu leicht für die Grenznahen Ortschaften mit der Verständigung der "ausländischen" Leistellen!

    Ich sage eh nur Typisch deutsch, es wird genau so ein hin und her wie mit der LKW-Maut.
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  9. #204
    wtf Gast
    Ich will aber TETRA. :(

  10. #205
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    Die DB Telematik soll nur der Betreiber des Netzes werden.
    Über die Technik steht nach wie vor noch nich so viel fest.

    DB Telematik = GSM-R kann man aber nich pauschal sagen.

    Gruß Joachim

  11. #206
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    moin,

    Abseits der Vorträge sorgte die Ankündigung eines angeblichen Seminars der Polizei zum "legalen Datenabhören" für Belustigung bei den Teilnehmern, die prompt zur Schulung bei den Polizeicontainern erschienen. Die Ankündigung spielte auf eine Forderung der niederländischen Journalistenverbände an, die das Mithören des Behördenfunks im neuen, TETRA-basierenden Digitalfunk C2000 zum Thema hat. Im alten analogen System war das Abhören zu journalistischen Zwecken ausdrücklich erlaubt. Über diese Variante der staatlichen Informationspflicht wird in den Niederlanden diskutiert, seitdem ein Journalist dabei ertappt wurde, mit einem gekauften Tetra-Handy den Polizeifunk abzuhören. Neben dem Journalisten ist auch der Polizist angeklagt, der das digitale Funkgerät verkauft hatte.
    [Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/62290]

    greetZ
    CarloZ
    Wieso is 'Abkürzung' so ein langes Wort ?!

  12. #207
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    Original geschrieben von Carloz
    moin,



    [Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/62290]

    greetZ
    CarloZ

    Soviel dann zum Thema Abhörsicherheit!


    Gruss
    Fuxe

  13. #208
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    @Fuxe: Ja solange ein Gerät nicht als gestohlen gemeldet wurde kann er dann eben mithören. Aber ich denke das wird eher die Ausnahme bleiben, dass jemand so ein Gerätchen übrig hat...

    greetZ
    CarloZ
    Wieso is 'Abkürzung' so ein langes Wort ?!

  14. #209
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    @Ebi: Sachichdoch ;)

    greetZ
    CarloZ
    Wieso is 'Abkürzung' so ein langes Wort ?!

  15. #210
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    Digitaler Behördenfunk: Vergabeverfahren geht in entscheidende Phase

    Das Bundesinnenministerium (BMI) hat die entscheidende Phase des Vergabeverfahrens für den Aufbau eines Digitalfunknetzes für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaugaben (BOS) eingeläutet. Gemäß einer Pressemitteilung vom 3. August hat das BMI die so genannten Verdingungsunterlagen zur Beschaffung der Systemtechnik für den BOS-Digitalfunk an die von ihm ausgewählten Unternehmen versandt. Zuvor hatte das BMI einen Teilnahmewettbewerb durchgeführt.


    Inzwischen bestätigen zwei konkurrierende Bieter den Eingang der Teilnahmeunterlagen, die nach übereinstimmenden Schilderungen den Umfang von dreizehn Bänden in der Größe von Telefonbüchern haben, außerdem sei eine DVD beigefügt. Der Mischkonzern EADS geht als Generalunternehmer gemeinsam mit Siemens und der ehemaligen TETRA-Sparte von Nokia an den Start. Erst vor wenigen Tagen hatte die EU-Kommission die Übernahme durch EADS gebilligt. EADS-Sprecher Michael Meissner bestätigte gegenüber heise online den Eingang der Verdingungsunterlagen. Nun habe das Konsortium bis Mitte Oktober Zeit, ein Angebot zu erstellen. Dabei werde man auf ein Funknetz im TETRA-Standard setzen, der bei den BOS mehrerer europäischer Länder verbreitet ist.

    Ebenfalls auf den ETSI-konformen Funkstandard TETRA, der schon in Finnland und Großbritannien flächendeckend eingesetzt wird, setzt ein Konsortium aus den Firmen OTE/Finmeccanica und Marconi. Eine Sprecherin von Marconi Deutschland bestätigte gleichfalls den Eingang der Verdingungsunterlagen. In dem geplanten gemeinsamen Angebot wäre OTE/Finmeccanica für den Aufbau der TETRA-Infrastruktur zuständig, was die Lieferung von Endgeräten, Vermittlungs- und Sendetechnik beinhaltet. Die deutsche Filiale von Marconi, die auf die 1903 gegründete Firma Telefunken zurückgeht, liefert zum einen Richtfunktechnik zur Anbindung der Sendestandorte. Darüber hinaus soll Marconi den Aufbau, die Inbetriebnahme und die laufende Wartung des BOS-Netzes übernehmen.

    Als sicher gilt in der Branche, dass auch die Allianz von Motorola und T-Systems zu den Adressaten der Verdingungsunterlagen zählt. Von den Unternehmen war hierzu bis zur Stunde keine Bestätigung zu erhalten. Motorola kann als Referenz mit dem Netz für die Polizei in Großbritannien eines der größten TETRA-BOS-Netze vorweisen, das unter dem Namen Airwave von O2 betrieben wird.

    Rätselraten herrscht hingegen um Vodafone D2. Die ehemalige Mannesmann will anders als die meisten übrigen Bieter den Behördenfunk mittels BOS-GSM über ein bestehendes Mobilfunknetz abwickeln. Bis zur Stunde war keine Stellungnahme von Vodafone D2 zu erhalten. Zudem ist unklar, ob der der Düsseldorfer Mobilfunker gegen eine Entscheidung des Bundeskartellamts zugunsten der Bundesregierung vorgeht. Vodafone D2 hatte nicht offiziell bestätigt, Urheber eines Nachprüfungsverfahrens gewesen zu sein, das sich gegen die Entscheidung von Innenminister Schily richtete, die bundeseigene DB Telematik mit dem Betrieb eines BOS-Rumpfnetzes zu betrauen. Nach einer Meldung der Zeitschrift Behördenspiegel ist derzeit unklar, ob Vodafone gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts Widerspruch einlegt -- die Einspruchsfrist laufe in Kürze ab, meldet die Zeitschrift.

    Quelle: Heise
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