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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Digitalfunksender Notstrom einspeisung



rettungshasi
01.07.2010, 12:44
Hallo

Hab gelesen das bei den Digitalfunksender (Maßt) eine Notstrom Einspeisung vorhanden sein muss und diese im Bedarfsfall ( Ausfall Stromnetz) über ein Notstrom Aggregat gespeist wird. Die Gemeinde/Stadt muss dafür ein Notstrom Aggregat vorhalten. Dies auch für keine andere Zwecke eingesetzt werden darf. Laut dem Artikel muss es auch in max 15 min in Betrieb sein und einspeisen
Kann jemand sagen in welchem Gesetz dies geregelt ist ( wo es genau steht ) .


Gruß

boesermichl
02.07.2010, 15:18
Wenn Du das gelesen hast, wird doch auch irgendwo die Quelle der Aussage gestanden sein?

rettungshasi
02.07.2010, 15:21
Wenn du mir den Bericht nochmal gibts und ich die Quelle wüsste würd ich nicht fragen oder.

dreX
02.07.2010, 15:47
Es hätte ja sein können, dass du weißt ob du es in einem Rettungsmagazin oder in der Zeitung gelesen hast.
Zudem sind vielleicht Daten wie Bundesland ganz relevant.

Feuermelder
02.07.2010, 20:28
Hm, ist mir neu, dass man gleich ein "ganzes" Notstromaggregat für einen Digitalalarmumsetzer benötigt. Wir reden hier doch von einem normal DAU oder nicht? Unsere DAU's werden, bei Stromausfall, lediglich von einem Akkumulator mit einer Kapzität von 24 Stunden versorgt.

knutpotsdam
03.07.2010, 09:28
Hallo,
das kommt aus dem Planungshandbuch für Basisstationsstandorte. Die genaue Bezeichnung kann ich Montag nachreichen, wenn ich wieder im Büro bin.

Beste Grüße
Knut

Andreas 53/01
03.07.2010, 14:54
Hallo!

Das wird es nicht geben, dann müssten für unsere Relais auch Aggregate vorgehalten werden ...
Das wird auch mittels Akkumulatoren aufrecht gehalten ...

F64098
03.07.2010, 15:39
Hast Du mal darüber nachgedacht, wie groß ein Akku sein muß, um eine TETRA-BTS für einen unbestimmten Zeitraum am Laufen zu halten?

MfG

Frank

Firetrucker
03.07.2010, 16:38
Servus
Klingt für mich zunächst völlig unlogisch.
Notstrombetrieb zunächst über Akkus ist klar.Hat jedes andere Relais und auch Handymasten.
Aber ein Notstromaggregat für jeden Sender vorzuhalten und nur im Bedarfsfall zum Sender Standort zu verbringen ist unsinnig.
Wer soll das machen??
Bei einem flächendeckenden Stromausfall wären mehrere hundert Leute notwendig um Dutzende Aggregate in der Gegend rumzufahren.
Wenn überhaupt gehört das Aggregat an den Standort um in Verbindung mit einer USV den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Gruss Michael

Feuermelder
03.07.2010, 18:43
Kommt mir persönlich auch unsinnig vor. Wenn man einmal bedenkt, wieviel Umsetzer bzw. Sendemasten vorhanden sind und wie viel Notstromaggregate man benötigt... Wer will denn sowas umsetzen? Was für mich logisch und selbstverständlich ist, ist die Notstromversorgung von Leitstellen usw.

Sollte es zu einem Flächendeckenden Stromausfall kommen, werden sowie so erst wichtige Einrichtung wie Krankenhäuser und Co. mit Notstromaggregaten versorgt (sofern nicht vorhanden). Erst dann kann man über weitere Stromeinspeisungen nachdenken. Hierfür wird aber sicherlich jede Stadt- oder Landkreis einen Notfallplan vorhalten.

Natürlich könnte man zur großflächigen diverse Einheiten des Technischen Hilfswerk sowie der Stromversoger heranziehen, denn diese Einheiten halte leistungsfähige Netzersatzanlagen vor, aber das ist wiederrum ein anderes Thema.

Zum Thema Sendemast und Akkubetrieb fällt mir nur eines ein, Funkbetrieb auf ein Minimum verringern und (soweit möglich und funktionsfähig) auf Drahtgebundene Kommunikationsmittel zurückgreifen. Das System hat sich bei uns relativ gut bewährt, allerdings muss ich dazu sagen, dass wir nur eine winzig kleine Ortschaft sind und durch Überlandleitungen versorgt werden und davon nicht die Telefonleitung betroffen sind.

Kermit_t_f
03.07.2010, 19:34
Es gibt die Möglichkeit, bei der Planung entsprechend einzubeziehen, dass Abkommen mit örtlich zuständigen OV des THW über die Vorhaltung von Stromerzeugern getroffen werden. Eine USV ist natürlich im Standort verbaut, um kurzzeitige Schwankungen auszugleichen.

Zu der Reduzierung des Funkverkehrs, dass funktioniert bei Tetra nicht besonders gut. Die Basisstation hat eine permanente Grundlast, die höher ist als die nutzungsabhängige Komponente. Wieviel das ausmacht, weiß ich nicht mehr aus dem Kopf, aber im Endeffekt reißt es nicht viel raus.

Großflächige und lang andauernde Stromausfälle sind ein Problem, waren sie im analogen Bereich aber auch schon. Die Taktik wird sich in diesem Bereich etwas anpassen müssen, halte ich aber für nicht besonders problematisch...

Alex22
04.07.2010, 12:49
Was viel interessanter wird.
Die Basisstandorte sind als VS-Geheim eingestuft.
Auf deutsch, normale Menschen ohne Sicherüberprüfung nach Ü2 dürften gar nicht erfahren wo diese Standorte sind, diese Überprüfung ist alle 5 Jahre aufzufrischen.
Viel Spaß.

Mister-X
04.07.2010, 13:47
Also bei den mir bekannten DAUs sind ebenfalls keine Notstromagregate vorhanden. Jeder der DAU's hat eine USV.

Der Master DAU hat an im Normalbetrieb ebenfalls nur eine USV. Es gibt jedoch noch eine Zweite exakt gleich aufgebaute Leitstelle auf die in bestimmten Situationen ausgewichen wird. Diese hat dann ein Eigenes Agregat.

Rechnet man damit das eine lage eintritt in welcher die DAUs ausfallen werden so wird woher in den entsprechenden bereichen Alarmiert das die Standorte zu besetzten sind.
Von da an muss dann eine Meldekopf eingerichtet werden und es werden Alarm depechen via Fax entsprechend verschickt. Weitere Koordination erfolgt dann Entsprechend via Funk/Telefon

Kermit_t_f
04.07.2010, 15:37
Was viel interessanter wird.
Die Basisstandorte sind als VS-Geheim eingestuft.
Auf deutsch, normale Menschen ohne Sicherüberprüfung nach Ü2 dürften gar nicht erfahren wo diese Standorte sind, diese Überprüfung ist alle 5 Jahre aufzufrischen.
Viel Spaß.

Stimmt so nicht wirklich, VS-Geheim ist die Gesamtheit der bundesweiten Standorte eingestufte. Einzelne Standorte sind deutlich darunter...

Alex22
04.07.2010, 16:19
Also bei den mir bekannten DAUs sind ebenfalls keine Notstromagregate vorhanden. Jeder der DAU's hat eine USV.


Ja, nur hat ein Dau rein gar nichts mit den Digitalfunksendern zu tun.

Feuermelder
04.07.2010, 17:51
Ob nun VS-Geheim oder nicht... Früher oder später wird es durch irgend eine Unachtsamkeit an die Öffentlichkeit geraten. Das Thema "Digitaler Sprechfunk" wird für meinen Geschmack sowie so viel zu hoch gepusht!

Markus2
04.07.2010, 17:56
Was viel interessanter wird.
Die Basisstandorte sind als VS-Geheim eingestuft.
Auf deutsch, normale Menschen ohne Sicherüberprüfung nach Ü2 dürften gar nicht erfahren wo diese Standorte sind, diese Überprüfung ist alle 5 Jahre aufzufrischen.
Viel Spaß.

Das kann ich mir irgendwie garnicht vorstellen. Bei uns stand das dirket in der Zeitung, das ab dem 21.6.2010 auf dem Gelände XXX die Arbeiten für einen Funkmast für den Digitalfunk der Polizei beginnen. Das Fundament ist bereits fertig, der Mast wird dann in ein paar Wochen gestellt, da das Fundament erst trocknen muss vor der Aufstellung.

Und auch von mir noch mal:Verwechselt bitte nicht Dau`s mit Digitalfunk! Dau`s werden bei der Digitalen Alarmierung eingesetzt, das hat mit Tetra Digitalfunk nichts zu tun, da sind noch einige viele Mhz zwischen!

Allmächtiger
05.07.2010, 00:26
Also ich habe erst letzte Woche an einem Seminar der Landesfeuerwehrschule RLP zum Thema Digitalfunk teilgenommen. Daher hier der Stand für Rheinland-Pfalz:

Die Stationen müssen für mindestens 180 min gepuffert sein. Tests aus der Praxis haben bei normalem Funkverkehr aber eine Laufzeit von rund 24 Stunden ergeben bevor die Akkus in die Knie gingen.
Die Stationen sollen bei länger andauernden Stromausfällen über Notstromaggregate gespeist werden, die Quintessenz der Projektgruppe Digitalfunk RLP war aber, dass den Feuerwehren die Aufgabe, die Notstromerzeuger in so einem Falle aufzustellen und zu betreiben, nicht auch noch auferlegt werden kann, da die in so einem Szenario genug andere Probleme haben.
Wer das im Endeffekt erledigt wurde aber (noch?) nicht gesagt, lediglich dass es halt die Fw nicht tut.

knutpotsdam
05.07.2010, 12:05
Hallo,

also für den Digitalfunk sind die Anforderungen hier niedergeschrieben:
"Planungshandbuch zur Errichtung von Standorten
für das digitale Sprech- und Datenfunksystems für „Behörden und Organisationen mit
Sicherheitsaufgaben (BOS) in der Bundesrepublik Deutschland"

Abhängig von den örtlichen Gegenbenheiten kommen dann verschiedene Lösungen zum Erreichen der Forderungen in Betracht. Teils werden mobile NEA vorgehalten und dann bedarfsweise verortet (sehe ich bei z.B. flächendeckenden Stromausfall problematisch), anderswo werden diese gleich mit am Basisstationsstandort errichtet.

Beste Grüße
Knut

Alex22
05.07.2010, 12:26
Wer das im Endeffekt erledigt wurde aber (noch?) nicht gesagt, lediglich dass es halt die Fw nicht tut.

Is ja auch richtig das es die Feuerwehr nicht macht...
Das würde wahrscheinlich auch rechtlich ordentlich Probleme geben.